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Gegen Nürnberg II

'Kleine Bayern' starten in die Regionalliga

Neue Spieler, neuer Trainer, neue Liga - am Montagabend (18.30 Uhr) steht die zweite Mannschaft des FC Bayern bei der Reserve des 1. FC Nürnberg vor einem Neuanfang. 38 Jahre lang waren die kleinen Bayern drittklassig, jetzt starten sie in der Regionalliga und können nur schwer einschätzen, was sie dort erwartet. „Ich habe wirklich keine Ahnung“, sagte Andries Jonker fcbayern.de, „es ist viele Jahre her, dass Bayern München in dieser Liga gespielt hat.“

Seit 9. Juni, unterbrochen von einer zehntägigen Pause, hat Jonker mit seiner Mannschaft gearbeitet, um zumindest bestens vorbereitet zu sein auf die neue Liga. Er hätte jedoch nichts dagegen gehabt, wenn ihm noch mehr Zeit zur Verfügung gestanden wäre. „Es gibt noch sehr viel Arbeit“, meinte er, „wir haben eine ganz junge Mannschaft mit vielen Neuzugängen. Leider standen uns auch lange nicht alle Spieler zur Verfügung.“

Insgesamt 15 Neuzugänge, davon fünf aus der eigenen Jugend, musste Jonker in den letzten Wochen einbauen, viele stießen erst im Laufe der Vorbereitung zum Team. Anduele Pryor, Koray Altinay und Emre Can, der wegen der U17-Weltmeisterschaft große Teile der Vorbereitung verpasste, konnten zum Beispiel in den insgesamt sechs Testspielen keine oder kaum Spielpraxis sammeln.

Sene wieder fit

Mit Dale Jennings befindet sich ein weiterer Neu-Bayer noch im Aufbautraining und steht wie die langzeitverletzten Boy Deul und Sebastian Dreier erst einmal nicht zur Verfügung. Dafür ist Saer Sene zurück. Nach einer Knie-OP und einem Jahr Spielpause hat der Offensivspieler die Vorbereitung „gut überstanden“, wie Jonker mitteilt. „Er ist gut drauf.“

Insgesamt ist der Chefcoach zufrieden mit der Saisonvorbereitung. „Die Mannschaft hat sich gut entwickelt. Sie musste sich an eine andere Art Training gewöhnen, sehr stark orientiert an Ballbesitz, Passübungen, Positionsspiel und offensivem Spiel. In den Testspielen haben die Spieler streckenweise gezeigt, dass sie mittlerweile ordentlich verstehen, was ich vorhabe.“

Aufstieg nicht oberste Priorität

Aufgrund des Neuaufbaus der Mannschaft und der Ungewissheit, was die Mannschaft in der Regionalliga erwartet, genießt der Wiederaufstieg beim FC Bayern II nicht oberste Priorität. „Jeder im Verein weiß, dass die 3. Liga das beste Podium ist, um Spieler zu entwickeln“, meinte Jonker, für den der Aufstieg nur „ein Wunschtraum“ ist. „Ob das zu verwirklichen ist, weiß keiner. Ich auch nicht.“

Stattdessen gab der Trainer als Saisonziel aus, „dass sich die Spieler und die Mannschaft insgesamt verbessern.“ Möglichst viele Siege sind für ein Team des FC Bayern ohnehin Pflicht, weiß er. „Wir sind Bayern München. Wir spielen immer, um zu gewinnen. Auch daran müssen sich die Spieler gewöhnen.“ Sieg Nummer eins soll am Montagabend beim kleinen Club eingefahren werden.

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