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Ribéry hoch motiviert

'Wir müssen jetzt aufwachen'

Wolfsburg, Zürich, Hamburg, Zürich, Kaiserslautern - das Programm des FC Bayern in den kommenden 16 Tagen hat es in sich. Nach der überraschenden und vor allem unnötigen Auftaktniederlage gegen Borussia Mönchengladbach will der Rekordmeister schon am Samstag in Wolfsburg sein wahres Gesicht zeigen und Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben in Bundesliga und Champions-League-Qualifikation tanken.

„Wir müssen dieses Spiel vergessen“, sagte Franck Ribéry am Donnerstag, angesprochen auf die Partie am vergangenen Wochenende gegen Gladbach. „Natürlich ist es schade, wir müssen dieses Spiel eigentlich gewinnen. Das ist schwer für uns alle, für die Spieler und die Fans. Wenn 70.000 ins Stadion kommen und man verliert gegen Gladbach“, machte Ribéry seinem Frust über die Auftaktpleite Luft.

Er selbst konnte gegen die Fohlen nur 30 Minuten mitwirken, nach einer Sprunggelenksverletzung war Ribéry erst drei Tage vor dem Spiel wieder ins Mannschaftstraining zurückgekehrt, gegen Gladbach wurde er Mitte der zweiten Halbzeit eingewechselt. In Wolfsburg will der Flügelflitzer wieder von Beginn an ran und unbedingt drei Punkte mit nach München nehmen: „Wir müssen gegen Wolfsburg ein anderes Spiel zeigen als gegen Gladbach.“

Während sich der Großteil der Mannschaft in der ersten Wochenhälfte bei den jeweiligen Nationalmannschaften von der Auftaktniederlage ablenken konnte (Ribéry: „Das ist gut für den Kopf“), trainierte der französische Nationalspieler mit den daheimgebliebenen Kollegen an der Säbener Straße. Wegen seiner Verletzung war Ribéry von Nationaltrainer Laurent Blanc nicht für das Freundschaftsspiel der Equipe Tricolore gegen Chile (1:1) nominiert worden.

Rhythmus fehlt, Spaß ist zurück

Doch das kam dem 28-Jährige nicht ungelegen. „Die Woche war gut für mich, ich habe gut gearbeitet“, meinte Ribéry, der erstmals eine komplette Saisonvorbereitung beim FC Bayern bestritten hatte und sich trotz der kleinen Verletzungspause „fit“ fühlt. „Ich weiß nicht, ob ich schon bei 100 Prozent bin, aber ich fühle mich gut. Jetzt muss ich spielen, um meinen Rhythmus zu finden.“

Auf den richtigen Rhythmus muss er noch warten, seinen „Spaß“ hat Ribéry nach einer „schweren Saison“ ohne Titel im Vorjahr unter dem neuen Trainer Jupp Heynckes indes schon wiedergefunden. „Ich gebe Gas auch für den Trainer. Für mich ist es gut mit ihm, ich habe eine gute Beziehung“, sagte der Franzose. In dieser Saison gelte es, einen ähnlichen Fehlstart wie im Vorjahr zu vermeiden.

„Es ist noch früh, wir haben erst ein Spiel gespielt. Aber wir müssen jetzt aufwachen, nicht erst in zwei, drei Spielen. Dann ist es zu spät“, so Ribéry. Gegen Wolfsburg müsse der FCB mit „mehr Tempo und mehr Aggressivität“ zu Werke gehen als im Heimspiel gegen Mönchengladbach. „Wir haben jetzt drei Spieler in einer Woche, die müssen wir alle gewinnen.“

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