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Stimmen zum Ligastart

'Wir waren nicht zwingend genug'

Thomas Müller war nach dem Ligastart bedient. „Ich bin sauer, ich habe so eine Krawatte“, ärgerte sich der WM-Torschützenkönig nach dem 0:1 gegen Borussia Mönchengladbach, bei dem die Bayern aus ihrer Überlegenheit zu wenig Kapital schlugen. Bei allem Lob für das Defensivverhalten der Borussen suchte Jupp Heynckes die Schuld an der Niederlage bei seiner Mannschaft. „Das war heute nicht zwingend genug, um eine so defensiv eingestellte Mannschaft auseinanderzunehmen“, sagte der FCB-Trainer, der aber zu Besonnenheit mahnte. „Solche Spiele gibt es. Wir müssen ruhig bleiben, weiterarbeiten und das nächste Spiel gewinnen.“

Die Stimmen im Überblick:

Jupp Heynckes: „Gladbach hat sehr gut organisiert gespielt. Sie haben ein Spinnennetz aufgebaut, in dem wir uns immer wieder verfangen haben. Es war sicherlich nicht einfach, aber es lag in erster Linie an uns. Wir haben es versäumt, unsere Überlegenheit in Torchancen umzumünzen. Man muss das Tempo erhöhen, mehr über die Außen kommen - das war heute nicht zwingend genug, um eine so defensiv eingestellte Mannschaft auseinanderzunehmen. Wir müssen einfach mehr Druck aufbauen und den Gegner zu Fehlern zwingen. Das war heute nicht so der Fall. Der Gegentreffer kam aus dem Nichts, es war ein Missverständnis zwischen Jérôme Boateng und Manuel Neuer. Solche Spiele gibt es. Wir müssen ruhig bleiben, weiterarbeiten und das nächste Spiel gewinnen. Wir werden das Spiel jetzt ganz sachlich analysieren. Aber ab morgen sind bis auf vier alle Spieler in diversen Nationalmannschaften unterwegs. “

Manuel Neuer: „Ich nehme das Tor auf meine Kappe. Es war keine leichte Situation, ein schwerer Ball. Aber es war mein Fehler, der dann leider zur Niederlage geführt hat. Wir müssen ruhig bleiben. Es war erst der erste Spieltag. Wir waren die bessere Mannschaft und hätten gewinnen müssen, haben nun verloren. Es gibt aber noch 33 Spieltage. Wir müssen daran arbeiten, klare Torchancen herauszuarbeiten und die dann auch zu nutzen.“

Thomas Müller: „Ich bin sauer, ich habe so eine Krawatte. Alle guten Vorsätze sind wieder beim Teufel. Der Gegner macht aus dem Nichts ein Tor. Das ist unser Problem.“

Lucien Favre (Trainer Gladbach): „Wir waren überzeugt, hier vielleicht einen Punkt erreichen zu können. Wir wussten, dass es schwer wird, aber wir haben daran geglaubt. Es war ein hartes Stück Arbeit, wir hatten viel Mühe und sind oft hinten reingedrängt worden. Aber wir haben sehr gut verteidigt. Bayern war sehr, sehr gut, hat aber einfach das Tor nicht gemacht. Das 1:0 ist sehr, sehr glücklich.“

Marc-André ter Stegen (Torhüter Gladbach): „Natürlich haben die Bayern hohe Qualität, aber jedes Team schlagbar. Es war eine Mannschaftsleistung nötig und das haben wir geschafft.“

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