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0:2 zuhause

Zürich unterliegt dem Tabellenletzten

Drei Tage vor dem Playoff-Rückspiel in der Champions-League-Qualifikation hat der FC Zürich seine Generalprobe vor heimischem Publikum gehörig verpatzt. Nach zuletzt zwei beeindruckenden Siegen in Folge unterlag der Vizemeister der Vorsaison am sechsten Spieltag der Schweizer AXPO Super League dem bisherigen Tabellenschlusslicht Xamax Neuchâtel mit 0:2 (0:0) und rutschte damit auf den siebten Platz ab.

In einer mäßigen Partie vor 7.900 Zuschauern im Stadion Letzigrund brachte der kurz zuvor eingewechselte Max Veloso die Gäste nach torloser erster Halbzeit in der 79. Minute in Führung. Für Xamax war es nach fünf Spielen bzw 529 Minuten ohne eigenen Treffer das erste Saisontor. Kurz vor dem Schlusspfiff erhöhte Wüthrich Leoni auf 2:0 und machte damit den ersten Sieg der Neuenburger perfekt.

Zürich zu harmlos

Die Gastgeber hatten zwar mehr vom Spiel, agierten in der Offensive aber nicht zwingend genug, um die Gäste aus Neuchâtel, die mit zehn Mann den eigenen Strafraum abriegelten und auf Konter lauerten, in Bedrängnis zu bringen. „Wir hatten große Probleme, im Angriff eine Lösung zu finden“, räumte der ehemalige Bundesligaspieler Ludovic Magnin, der erstmals wieder von Beginn an spielte, nach der Partie ein. „Xamax hat sehr gut verteidigt.“

Die beste Chance im ersten Durchgang hatten die Gäste durch Arizmendi (30.), doch FCZ-Torhüter fischte dessen Kopfball aus der Ecke. Im zweiten Durchgang vergab der eingewechselte Schönbächler (78.) die mögliche Führung der Hausherren, nur eine Minute später schloss Veloso einen Gegenzug über Arizmendi mit dem zweiten Xamax-Torschuss zum 1:0 ab.

Vorsätze nicht umgesetzt

Kurz vor dem Ende bot sich Adrian Nikci (87.) die Chance zum Ausgleich, doch Xamax-Verteidiger Navarro klärte auf der Torlinie. In der Nachspielzeit markierte der ebenfalls eingewechselte Wüthrich mit einem Heber über Leoni hinweg den überraschenden 2:0-Endstand zugunsten der Gäste, die sich den Sieg aufgrund einer konzentrierten und effektiven Leistung verdienten.

„Wir haben uns eine Menge vorgenommen, wollten vieles besser machen als im letzten Spiel gegen Bayern München, das ist uns nicht gelungen“, sagte ein enttäuschter FCZ-Trainer Urs Fischer. „Die Mannschaft hat alles versucht, wir haben aber keine Lösung gefunden. Wir wussten, dass es ein schweres Spiel werden würde, dass Xamax defensiv kompakt stehen und uns das Leben schwer machen würde. Das müssen wir akzeptieren.“

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