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Start in September-'Marathon'

Beeindruckter Heynckes warnt vor Freiburg

Anpfiff zum heißen September! Nach zwei Wochen Länderspielpause startet der FC Bayern als Tabellenführer in drei „Marathon“-Wochen (Rafinha) mit sechs Spielen. Villarreal, Manchester City, Schalke und Leverkusen heißen unter anderem die Gegner. Zum Auftakt am Samstag (ab 15.15 Uhr im Liveticker und im Webradio) gastiert der Tabellen-13. SC Freiburg in der Allianz Arena. Und den dürfe man auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen, betonte Jupp Heynckes vor dem Spiel: „Da wirke ich stark dagegen. Gerade gegen vermeintlich, ich betone, vermeintlich schwächere Gegner müssen die Spiele gewonnen werden. Von Schonung oder Unterschätzung des Gegners darf keine Rede sein.“

Volle Konzentration also auf den SC Freiburg! „Wir wollen da weitermachen, wo wir in Kaiserslautern aufgehört haben“, sagte der FCB-Chefcoach, dessen Mannschaft erstmals seit über einem Jahr wieder von der Liga gejagt wird. „Jetzt sind wir auf eins. Wenn wir so spielen wie in den letzten Wochen, werden wir auch auf eins bleiben“, meinte Mario Gomez, „wir dürfen uns jetzt nicht ausruhen.“

Einen Sieg ohne Wenn und Aber forderte Bastian Schweinsteiger für Samstag. „Wir müssen gegen Freiburg unbedingt gewinnen. Das ist ganz wichtig! Solche Spiele wie gegen Freiburg entscheiden durchaus auch Meisterschaften“, sagte der FCB-Vizekapitän, der als einer von elf FCB-Profis in der Länderspielpause bei der Nationalmannschaft war.

In München konnte Heynckes in den letzten zwei Wochen nur mit einer Handvoll seiner Spieler trainieren. „Das ist das Los der großen Mannschaften“, weiß der 66-Jährige, der erst am Freitag wieder mit seiner kompletten Mannschaft auf dem Rasen arbeiten konnte. „Die Vorbereitung ist natürlich gestört“, sagte Heynckes, „nichtsdestotrotz denke ich, dass meine Spieler in der Lage sind, den Hebel umzulegen.“

Heynckes 'beeindruckt'

Der Trainer selbst hat sich intensiv mit Freiburg beschäftigt. „Ich war wirklich beeindruckt“, berichtete er vom Videostudium des jüngsten 3:0-Erfolgs der Freiburger gegen Wolfsburg. Auch die 3:5-Niederlage des Sportclubs in Bremen, bei der es bis drei Minuten vor dem Schlusspfiff 3:3 stand, hat Heynckes imponiert. „Die Freiburger haben Qualität und sind gefährlich“, warnte er vor einem laufstarken, kompakten, kombinationssicheren und „nicht nur auf Konter ausgerichteten“ Gegner.

Gut organisiert und diszipliniert will Freiburgs Trainer Marcus Sorg seine Mannschaft auf den Rasen der Allianz Arena schicken. „Damit wir dort was holen können, müssen einige Dinge zusammenkommen, die wir nicht selbst in der Hand haben. Die Bayern dürfen nicht wie gewohnt funktionieren“, meinte der 45-Jährige, der hofft: „Vielleicht können wir etwas Irrationales abrufen und in der Liga aufhorchen lassen.“

'Wir sind bereit'

Besonders auf SC-Torjäger Papiss Demba Cissé - letzte Saison zweitbester Liga-Torschütze hinter Gomez - gelte es aufzupassen, meinte Heynckes: „Das ist ein sehr handlungsschneller Spieler mit großen Qualitäten.“ Mit Gomez, der seine Oberschenkelverhärtung überwunden hat, wird aber auch beim FC Bayern ein echter Goalgetter in der Startelf stehen. Für Arjen Robben kommt das Spiel am Samstag hingegen ebenso noch zu früh wie für die rekonvaleszenten Ivica Olic und Breno.

„Wir müssen höllisch aufpassen“, warnte Gomez vor dem Sportclub, „das ist eine gefährliche Mannschaft.“ Doch der Torero ist überzeugt, dass der FC Bayern für die Breisgauer und den heißen September gerüstet ist: „Die englischen Wochen kommen jetzt zur richtigen Zeit. Wir sind als Team von Spiel zu Spiel gewachsen, jeder einzelne auch. Wir sind bereit.“

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