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'Ich bin sehr gespannt'

Boateng gegen ManCity in der Startelf

Jérôme Boateng ist kein Mann der großen Töne. Er spricht ruhig und sachlich. So auch am Montag vor dem Champions-League-Duell des FC Bayern mit Manchester City, Boatengs Ex-Verein. Und natürlich wurde er von den zahlreichen Journalisten, die das Mediencenter an der Säbener Straße füllten, gefragt, ob er denn von Trainer Jupp Heynckes schon eine Einsatzgarantie bekommen hätte. „Ich denke, dass ich morgen spiele“, sagte er zurückhaltend. Danach trat Heynckes vor die Presse und gab offiziell bekannt: Boateng wird gegen ManCity „selbstverständlich“ in der Startformation stehen!

„Jérôme nimmt eine super Entwicklung, ist wunderbar integriert und genau der Spieler, den wir gebraucht haben“, lobte Heynckes seinen Innenverteidiger, der in dieser Saison bislang überzeugte: Sehr gute 92,5 Prozent seiner Pässe landeten beim Mitspieler, 73 Prozent der Zweikämpfe entschied er bislang für sich. Zudem ist der Nationalspieler im Schnitt knapp 60 Mal pro Partie am Ball, nicht nur bei Standards ist er mit seiner Kopfballstärke goldwert.

Gegen Leverkusen am vergangenen Wochenende setzte Heynckes Boateng auf die Bank - obwohl er in der Woche zuvor beim 2:0-Sieg auf Schalke ein „klasse Spiel“ (Heynckes) gemacht hatte. Daniel van Buyten bekam den Vorzug. „Ich habe mir schon etwas dabei gedacht, dass ich Jérôme rausgenommen habe“, sagte Heynckes. Gegenüber der Münchner tz sprach der FCB-Chefcoach von einer „reinen Vorsichtsmaßname, damit er nicht überpaced und sich unter Umständen eine Verletzung zu zieht“.

Gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber wird Boateng nun also wieder von Beginn an versuchen, hinten dicht zu machen. Dass das gegen Offensivleute wie Sergio Agüero, Edin Dzeko, David Silva oder Samir Nasri nicht einfach werden könnte, weiß der 1,92-Meter-Hühne: „Die Offensive ist sehr stark. Dzekos Stärken kennt man ja aus der Bundesliga, und auch Nasri und Agüero haben große Qualitäten“, berichtete Boateng, der mit seinen ehemaligen Kollegen bereits nach der Auslosung SMS-Kontakt hatte.

Wiedersehen mit „vielen Freunden“

Die Vorfreude auf die Partie steigt bei Boateng von Minute zu Minute. „Ich bin sehr gespannt“, sagte er, „ich freue mich, viele Freunde wiederzutreffen“. Die hat er beim FC Bayern mittlerweile auch gefunden. Es wurde ihm in München sehr leicht gemacht, erklärte Boateng. Dann wurde er gefragt, ob er denn enttäuscht gewesen sei, gegen Leverkusen nicht gespielt zu haben. Boateng stutzte kurz, dann lachte er - und antwortete schlagfertig: „Warum soll ich bitteschön enttäuscht sein? Wir haben 3:0 gewonnen!“ Boateng spricht nicht viel. Das, was er sagt, zeigt Wirkung.

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