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ECA Generalversammlung

Einigkeit: Klubs wollen mitbestimmen!

16 waren es bei der Gründung im Januar 2008. Mittlerweile - gut dreieinhalb Jahre später - sind es 201 Vereine, die der Europäischen Klub-Vereinigung (ECA), angehören. Am Montag und Dienstag fand die Generalversammlung im schweizerischen Genf statt, Vertreter von 139 Klubs nahmen an der rundum gelungenen Veranstaltung teil. Die ECA, die die Interessen der Vereine gegenüber der UEFA und FIFA vertritt, wird angeführt von Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. „Wir wollen gute Lösungen - nicht nur für die Klubs, sondern für den Fußball im Allgemeinen“, sagte der Präsident der ECA am Dienstagnachmittag.

Auf der Versammlung in Genf wurden zahlreiche Themen aus den Bereichen Marketing und Finanzwesen diskutiert. Der Tenor war eindeutig: Im Mittelpunkt standen die Forderungen der Vereine nach mehr Mitbestimmung, Transparenz und Demokratie. Die Klubs sind sich einig, was sie bei den Verbänden UEFA und FIFA erreichen wollen! Rummenigge: „Wir glauben, dass es der richtige Zeitpunkt für Reformen zur Mitbestimmung im europäischen Fußball ist.“

Unter den Punkt Mitbestimmung fällt unter anderem die Forderung nach einem internationalen Spielkalender, der mit den Vereinen abgesprochen ist. Zudem sollen die Spieler, die zu Länderspielen abgestellt werden, in Zukunft über die Verbände versichert werden. Im Falle einer Verletzung würden diese Versicherungen dann greifen. Auch über Kompensationszahlungen der Verbände für die Nationalspieler sowie die Entwicklung der Jugendspieler wurde in Genf diskutiert.

Die Forderung nach mehr Transparenz beinhaltet, dass die Vereine in alle Entscheidungen der UEFA und FIFA, die den Klubfußball betreffen, miteinbezogen werden. Erst nach Zustimmung der Vereine sollen dann Beschlüsse gefasst werden. „Ich habe über diese Punkte sowohl mit UEFA-Präsident Michel Platini als auch FIFA-Präsident Joseph Blatter bereits gesprochen und glaube, dass wir auf einem guten Weg sind und unsere Ziele erreichen können“, sagte Rummenigge, dessen Vorstoß auch von Ivo Belet, einem Mitglied des Europäischen Parlaments, unterstützt wird. Belet hält die Forderungen der Vereine für angemessen.

Die Gespräche zwischen der ECA und den Verbänden laufen, die Reformen sollen möglichst schnell in die Realität umgesetzt werden. Rummenigge ist sich sicher: „Diese Veränderungen werden helfen, Konflikte in allen Bereichen des Fußballs zu reduzieren.“

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