präsentiert von
Menü
Gomez fit für Freiburg

'Es macht Spaß, nach hinten zu arbeiten'

Endlich wieder Training! Was der ein oder andere Fußball-Profi schlicht als Pflichtaufgabe bezeichnet, war für Mario Gomez in den letzten Tagen ein Genuss. Die Nationalspieler, zu denen normalerweise auch Bayerns Toptorjäger zählt, waren ausgeflogen. Gomez weilte derweil in München, ließ sich an seinem lädierten Oberschenkel behandeln - und steigerte von Montag an Stück für Stück die Trainingsintensität. „Es war für mich sehr wichtig, diese Woche zu haben. Ich habe davor zehn Tage ohne Training gespielt. Das war kein Dauerzustand“, sagte Gomez.

Als fcbayern.de Gomez diese Woche nach einer individuellen Übungseinheit begegnete, machte er bereits einen lockeren, gelösten Eindruck. Gomez spürte: Die Oberschenkelverhärtung klingt ab. Endlich macht es wieder Spaß, auf dem Platz zu stehen. Am Donnerstagmittag berichtete er nun: „Dem Oberschenkel geht es gut, ich habe jetzt zwei Tage mit der Mannschaft trainiert. Gestern mit Handbremse, heute 100 Prozent. Und ich hatte keine Probleme.“ Einem Einsatz am kommenden Samstag gegen den SC Freiburg (15.30 Uhr) steht damit nichts mehr im Weg.

Gute Kunde also für Jupp Heynckes, den Cheftrainer des FC Bayern. Denn auf seinen treffsicheren Stürmer hätte er nur ungern verzichtet. Vier Saisontore stehen für Gomez bereits wieder zu Buche, alleine drei erzielte er am vergangenen Bundesligaspieltag beim 3:0-Sieg in Kaiserslautern - es war der neunte Dreierpack in seiner Karriere. Eine weitere beeindruckende Statistik: In den letzten 43 Pflichtspielen markierte Gomez 45 Treffer; er garantiert quasi mindestens ein Tor pro Spiel.

Gomez überzeugt in diesen Tagen jedoch nicht nur mit seinen Vollstrecker-Qualitäten. Auch defensiv schuftet er, geht viele Wege, stellt die Räume zu. „Wir spielen sehr gut gegen den Ball - als Mannschaft“, betonte er und fügte an: „Es macht mir Spaß, nach hinten zu arbeiten und den Gegner voll im Griff zu haben. Kaiserslautern hat beispielsweise keine Mittel gegen uns gefunden.“ Wie bislang fast alle Teams, die in dieser noch jungen Saison gegen den FC Bayern angetreten sind. Nur Gladbach gelang es, den Ball im Tor von Manuel Neuer unterzubringen.

'Man muss auch eine Stärken verbessern'

Mit dem FC Villarreal, Schalke 04, Bayer Leverkusen und Manchester City warten nun in den kommenden Wochen richtige Prüfsteine auf den FC Bayern. „Ich freue mich auf diese Spiele, nur das Reisen wird vielleicht etwas stressig“, blickte Gomez voraus. Zunächst aber trifft der deutsche Rekordmeister am Samstag mit dem SC Freiburg auf eine Mannschaft, die als klarer Außenseiter nach München reist. Gomez forderte: „Wir müssen gewinnen und dürfen dieses Spiel nicht auf die leichte Schulter nehmen.“ Es werde allerdings nicht einfach, so der Stürmer, denn die Vorbereitung auf die Partie verlief wegen der Länderspielpause nicht optimal. „Erst am Freitag werden wir wieder vollständig im Training sein.“

An der Tatsache, dass der FC Bayern derzeit sehr geordnet auftritt und kaum gegnerische Chancen zulässt, soll dies nichts ändern. Gomez weiß: „Wenn wir hinten den Laden dicht machen, ist das die halbe Miete. Vorne treffen wir eigentlich immer.“ Damit dies so bleibt, will Bayerns Torjäger weiter hart an sich arbeiten. Er sagte: „Man redet immer davon, seine Schwächen zu verbessern. Aber man muss auch seine Stärken verbessern. Dafür trainieren wir jeden Tag.“ Gomez ist nach seiner langwierigen Muskelverhärtung dazu endlich auch wieder in der Lage.

Weitere Inhalte