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Robben und Gomez zurück

Heynckes vor Leverkusen 'zuversichtlich'

Sprints in vollem Tempo. Flügelläufe. Präzise, knallharte Schüsse, die selbst für einen Weltklasse-Mann wie Manuel Neuer nur schwer zu parieren sind - Arjen Robben ist nach vierwöchiger Verletzungspause wegen einer Schambeinentzündung wieder zurück. Am Donnerstag wirbelte er im Mannschaftstraining, am Samstag vielleicht wieder in der Allianz Arena. Zumindest im Kader für das Spiel gegen Bayer Leverkusen (18.30 Uhr) wird der Niederländer stehen, das verriet Cheftrainer Jupp Heynckes. „Das ist sehr erfreulich“, erklärte der 66-Jährige.

Und es gibt weitere positive Nachrichten zu vermelden: Auch Toptorjäger Mario Gomez hat seine Adduktorenprobleme überwunden. Gerade rechtzeitig. Denn gegen Leverkusen trifft der FCB-Stürmer eigentlich immer. In den vergangenen zehn Spielen netzte Gomez acht Mal ein. Beim letzten Aufeinandertreffen in München (5:1) gelang ihm sogar ein lupenreiner Hattrick.

Gute Erinnerungen also. Allgemein gilt: Für Leverkusen gab es in der Vergangenheit wenig zu holen in der bayerischen Landeshauptstadt. Fast 22 Jahre liegt der letzte Leverkusener Pflichtspielsieg beim FCB zurück. Geht es nach Heynckes, soll sich daran nichts ändern: „Wir wollen morgen da weitermachen, wo wir auf Schalke aufgehört haben. Ich bin zuversichtlich, denn wir haben auch in dieser Woche wieder sehr gut gearbeitet.“

Seine Spieler haben in den erfolgreichen letzten Wochen reichlich Selbstvertrauen getankt. Acht Mal in Folge siegte der FC Bayern zu null, seit 748 Minuten ist Neuer ohne Gegentor - beeindruckende Zahlen. „Wenn wir unsere Form beibehalten, werden wir das Spiel gewinnen“, glaubt Toni Kroos. Nationalmannschafts- und FCB-Kollege Jérôme Boateng sagte: „Wir sind sehr zufrieden und wollen weiter guten Fußball spielen.“

Ballack fällt grippekrank aus

Bei aller Zuversicht. Mit Leverkusen kommt eine Spitzenmannschaft in die Allianz Arena. Die vergangene Saison schloss die Werkself vor dem FC Bayern als Vize-Meister ab - mit Trainer Heynckes. Der kennt seine Ex-Mannschaft natürlich aus dem Effeff, und warnte: „Sie sind sehr spielstark und gut zusammengestellt. Es wird schwer.“ Ähnlich sah das Boateng. „Sie wollen sich beweisen, es geht ja schließlich auch gegen ihren Ex-Trainer“, vermutete der Innenverteidiger.

Vorsicht ist also geboten. Leverkusen reist nach der 1:4-Heimpleite im Derby gegen den 1. FC Köln als angeschlagener Boxer nach München. „Leverkusen wird sich nicht nochmal so präsentieren wie gegen Köln. Das ist sicher“, erklärte Heynckes. Bitter für die Gäste: Während sich bei Bayern das Lazarett Stück für Stück lichtet, muss Trainer Robin Dutt fast täglich mit neuen Ausfälle leben. Jüngstes Opfer: Michael Ballack. Der ehemalige Bayern-Star liegt mit Fieber im Bett, ein Einsatz kommt nicht infrage.

Rummenigge warnt

Wegen ihrer Rot-Sperren fehlen zudem Michal Kadlec und André Schürrle. Auch René Adler, Daniel Schwaab und Tranquillo Barnetta stehen nicht zur Verfügung, was die Aufgabe für den derzeitigen Tabellensiebten nicht leichter macht. „Bayern hat eine beeindruckende Form. Sie sind sehr stabil und haben eine große Positionstreue. Der ganze Verein strahlt derzeit eine unheimliche Harmonie aus“, sagte Dutt respektvoll vor der Partie.

Sich freiwillig ihrem Schicksal fügen werden sich die Leverkusener aber mit Sicherheit nicht. Das weiß auch Karl-Heinz Rummenigge, der für Samstagmittag ein gemeinsames Mittagessen mit den Verantwortlichen von Bayer 04 organisiert hat. Man müsse den „Ball flachhalten“, forderte der FCB-Vorstandschef: „Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass Euphorie ein schlechter Ratgeber im Fußball ist.“

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