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Fall Breno

Hoeneß: Verhältnismäßigkeit muss stimmen

Der FC Bayern zeigt sich von der Verhaftung von Abwehrspieler Breno überrascht. „Wir sind vollkommen vor den Kopf gestoßen“, sagte Präsident Uli Hoeneß, nachdem der Brasilianer am Samstagvormittag in Untersuchungshaft genommen worden war. In der Nacht von Montag auf Dienstag war Brenos Haus abgebrannt. Die Münchner Staatsanwaltschaft ermittelt nun gegen ihn wegen des Verdachts der Brandstiftung.

„Er ist inhaftiert worden, es hat geheißen wegen Flucht- und Verdunkelungsgefahr“, sagte Karl-Heinz Rummenigge, „wir sind etwas verwundert über die Auffassung der Staatsanwaltschaft, da mache ich keinen Hehl draus, weil wir weder Flucht- noch Verdunkelungsgefahr sehen. Sein Pass ist beim Brand vernichtet worden. Ohne Pass kann man, glaube ich, nirgendwohin flüchten.“

Der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern weiter: „Breno ist ein Spieler des FC Bayern. Zunächst gilt die Unschuldsvermutung. Wir werden ihn und seine Familie unterstützen, soweit das möglich ist. Man spricht ja oft vom Promi-Bonus, ich möchte aber auch keinen Promi-Malus haben. Ich bitte die Staatsanwaltschaft, den Fall Breno mit der gebotenen Fairness und Sensibilität anzugehen.“

Hoeneß kritisierte am Samstagabend, dass mit der Inhaftierung „die Verhältnismäßigkeit der Mittel“ nicht gegeben sei und sagte: „Wir werden alles tun, was wir können, um die Problematik zu lösen.“

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