präsentiert von
Menü
'Es wurde Zeit'

Kroos lässt jetzt auch Tore sprechen

Als Torjäger vom Dienst ist Toni Kroos bislang noch nicht in Erscheinung getreten. In bislang 73 Pflichtspielen für den FC Bayern waren dem offensiven Mittelfeldspieler gerade einmal vier Treffer gelungen. Zu wenig, empfand auch Kroos, der in den anderthalb Jahren bei Bayer Leverkusen immerhin zehn Tore in 48 Spielen erzielte. „Ich werde wieder mehr Tore machen“, hatte der 21-Jährige dann auch in einem Interview während der Sommerpause angekündigt. Jetzt hat er begonnen, Wort zu halten.

Schon im Freundschaftsländerspiel vergangene Woche gegen Polen gelang ihm per Foulelfmeter sein erstes Tor für die DFB-Auswahl. Nur acht Tage später, im ersten Spiel der Champions-League-Gruppenphase, legte der hoch veranlagte Kroos nach. Nach feiner Vorarbeit von Franck Ribéry erzielte er schon nach sieben Minuten die wichtige 1:0-Führung beim FC Villarreal und ebnete dem FCB mit seinem ersten Treffer überhaupt in der Königsklasse den wichtigen Auftaktsieg.

„Das Tor hat Toni wunderbar gemacht“, lobte Sportdirektor Christian Nerlinger nach dem Schlusspfiff im Estadio El Madrigal den Torschützen, der in acht von neun Pflichtspielen dieser Saison in der Startaufstellung des Rekordmeisters stand. „Es wurde Zeit, so oft habe ich ja noch nicht getroffen“, lautete Kroos‘ Kommentar zu seinem Premierentreffer, dem er in der 69. Minute beinahe den zweiten hätte folgen lassen, da aber am Außenpfosten scheiterte. „Ich glaube, man kann den auch machen“, meinte Kroos.

Sein Trainer Jupp Heynckes, der ihn auch schon in den 18 Monaten in Leverkusen unter seinen Fittichen hatte, zeigte sich sehr zufrieden mit der jüngsten Entwicklung des Nationalspielers. „Toni hat nun einfach viel mehr Sicherheit - und er ist derzeit körperlich wirklich in einer sehr guten Verfassung“, sagte Heynckes, der Kroos seine „totale Unterstützung“ zusicherte. „Er zeigt jetzt, dass er ein sehr guter Fußballer ist. Er hat heute ein absolut klasse Spiel gemacht.“

Aktivposten in der Offensive

Das zeigt auch ein Blick auf die Statistik: Mit jeweils vier Torschüssen, Torschussvorlagen und Flanken war Kroos gegen Villarreal bester Münchner, von seinen 54 Pässen landeten 89 Prozent beim Mitspieler. Schon beim 7:0-Erfolg gegen den SC Freiburg vier Tage zuvor war Kroos mit fünf Torschüssen und sechs Torschussvorlagen einer der Aktivposten in der Bayern-Offensive.

Viele Worte um seine Person wollte Kroos nach der Partie beim spanischen Erstligisten aber nicht verlieren. Viel mehr freute sich der einstmals jüngste Bundesligaspieler des FC Bayern - inzwischen wurde er von David Alaba abgelöst - über die starke Mannschaftsleistung und den gelungenen Start in die Champions League. „Es ist immer wichtig, wenn man gut in die Gruppe reinkommt“, meinte Kroos, „wir haben es von der ersten Minute sehr souverän gespielt“.

Weitere Inhalte