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'Wir müssen hungrig bleiben'

Neuer kehrt mit Bayern nach Schalke zurück

Rund 20 Minuten waren in Villarreal gespielt. Manuel Neuer verlebte bis dahin einen ruhigen Arbeitstag - wie so oft bislang in dieser noch jungen Saison. Doch plötzlich stand er im Mittelpunkt. Stürmer Guiseppe Rossi tauchte freistehend vor Neuer auf, feuerte einen knallharten Schuss ab. Neuer riss pfeilschnell die Fäuste in die Höhe und verhinderte den 1:1-Ausgleich. Es sollte eine der wenigen Szenen an diesem Abend bleiben, in denen sich der 25-Jährige auszeichnen konnte. Neuer: „Ich habe schon gedacht, dass es bei Bayern weniger zu tun gibt als auf Schalke. Aber dass es so wenig wird…“

Am Sonntag (17.30 Uhr) kehrt Neuer mit dem deutschen Rekordmeister dahin zurück, wo er in der vergangenen Saison regelmäßig zum Matchwinner wurde - zu seinem Ex-Klub Schalke 04. Der Neu-Münchner hatte sämtliche Jugendmannschaften des Vereins durchlaufen. 20 Jahre war Neuer ein Schalker, ehe er im Sommer zum FC Bayern wechselte. „Ich freue mich auf dieses Spiel, viele Augen werden auf mich schauen“, sagte der Nationalkeeper am Freitag im Exklusiv-Interview mit FCB.tv.

Es wird ein besonderes Spiel für Bayerns neue Nummer eins. Seine früheren Mitspieler, mit denen er noch regelmäßig Kontakt hat, sind nun seine Gegner. Doch Neuer ist mittlerweile beim FC Bayern so richtig angekommen. Geschenke werden am Sonntag nicht verteilt, das Ziel ist klar: „Wir wollen so weitermachen wie zuletzt und müssen hungrig bleiben. Hoffentlich fahren wir dann mit drei Punkten nach Hause“, sagte Neuer. Das wäre gleichbedeutend mit der Tabellenführung in der Bundesliga, die die Bayern nun bereits seit zwei Spieltagen einnehmen.

Neuer erwartet in Gelsenkirchen ein „gefährliches Spiel“. Vor allem die Offensive der Schalker sei stark. „Sie attackieren früh, wollen den Ball sofort zurückgewinnen und marschieren dann Richtung gegnerisches Tor“, beschrieb er die Taktik des Tabellensechsten unter Trainer Ralf Rangnick. Besonders aufpassen müssen die Bayern laut Neuer auf das Trio Raul, Klaas-Jan Huntelaar und Jefferson Farfan: „Die sind brandgefährlich“, weiß Neuer aus Erfahrung.

658 Minuten ohne Gegentor

Dennoch: Neuer und der FCB sind bestens gerüstet für das schwere Auswärtsspiel: Villarreal überzeugend bezwungen, insgesamt sieben Pflichtspielsiege in Folge - allesamt zu null. „Wir haben eine richtige Serie hingelegt, aber darauf wollen wir uns nicht ausruhen“, kündigte Neuer an. Seit 658 Minuten ist der 25-Jährige nun ohne Gegentor. Eine imposante Zahl. „Manuel bringt unserer Mannschaft diese Ruhe in der Defensive, auch die Abwehrspieler wissen, was sie an ihm haben“, lobte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge den Torhüter.

Neuer gibt die Blumen gerne zurück, lobt den Defensivverbund: „In Villarreal kam plötzlich Rafinha für Van Buyten rein und man hat keinen Unterschied bemerkt. Das zeichnet uns aus.“ Weil auch der Rest des Teams defensiv bestens funktioniert, war Neuer zuletzt nur selten gefordert - anders als im Trikot von Schalke 04 in den vergangenen Jahren. „Bei den wenigen Aktionen hochkonzentriert zu sein, ist nicht ganz einfach. Um im Spiel zu bleiben, ist es wichtig, mit den Vorderleuten zu sprechen“, verriet Neuer sein Erfolgsrezept. Das griff schon in Villarreal, nun soll es in seiner alten Heimat zum nächsten Sieg des FC Bayern führen. Am besten zu null.

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