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FCB zu Gast in Hoffenheim

Platz eins behaupten und die Null verteidigen

Wilde Maus? Riesenrad? Olympia Looping? Nein, da wird man Jupp Heynckes beim Wiesn-Besuch mit der Mannschaft am Sonntag nicht sehen. „Man soll sich nicht in Gefahr begeben“, meinte der bestens gelaunte FCB-Chefcoach am Freitag angesprochen auf die Oktoberfest-Fahrgeschäfte. Dann wurde er wieder ernst und sagte mit Blick auf das Bundesligaspiel am Samstag (ab 15.15 Uhr im Liveticker und im FCB.tv-Webradio) in Hoffenheim: „So ist das auch in unserer Situation. Boden zu bewahren, ist ganz wichtig.“

Zehn Zu-null-Siege in Folge, zuletzt mit dem 2:0 gegen Manchester City der bisherige Saisonhöhepunkt - doch das ist Vergangenheit, betonte Heynckes. „Alte Meriten zählen nicht mehr.“ In der Rhein-Neckar-Arena beginnt das Spiel wieder bei 0:0. „Wir wollen unsere Serie fortsetzen und uns auf dem ersten Platz etablieren“, forderte der FCB-Chefcoach, „dafür ist es notwendig, in Hoffenheim zu gewinnen.“

Zusammen mit seinem Trainerstab achtet Heynckes daher vor der Fahrt in den Kraichgau sehr darauf, „dass sich keine Nachlässigkeiten einschleichen, dass Spannung aufgebaut wird“. Die Mannschaft müsse da weitermachen, wo sie am Dienstag gegen ManCity aufgehört hat. „Dann bin ich zuversichtlich, dass wir gewinnen.“ Doch der Bayern-Coach weiß auch: „In Hoffenheim ist es traditionell immer schwierig.“

Hoffenheim 'wiedererstarkt'

Zwar ist der FCB in der Rhein-Neckar-Arena noch ungeschlagen, hat aber von den drei Spielen dort auch nur eines gewonnen. Und auch diesmal sind die Hoffenheimer mit Vorsicht zu genießen. Unter seinem neuen Trainer Holger Stanislawski sei der Tabellenvierte „wiedererstarkt“, warnte Heynckes. „Das ist ein Team, das sehr stabil spielt, spielstark ist, eine gute Spielorganisation hat und mit seinen schnellen Spielern sehr konterstark ist.“

Diese Qualitäten wollen die Kraichgauer gegen den FC Bayern zur Geltung bringen. „Wir wollen sie natürlich schlagen, sonst brauchen wir nicht anzutreten“, sagte Stanislawski. Der TSG-Coach ließ seine Mannschaft in dieser Woche besonders am Pressing arbeiten, um das Pass- und Positionsspiel des Rekordmeisters am Samstag gar nicht erst zur Entfaltung kommen zu lassen. „Das Spiel wird ein echter Gradmesser für uns werden“, meinte der Weltpokalsiegerbesieger von 2002.

Noch einmal Kräfte mobilisieren

Stanislawski, der wahrscheinlich erstmals in dieser Saison auf Stürmer Vedad Ibisevic (nach Oberschenkelverletzung) zurückgreifen kann, ist überzeugt, dass der FC Bayern unabhängig vom Ausgang der Partie am Samstag „mit herausragendem Vorsprung Meister wird“. Solche Vorschusslorbeeren weiß Heynckes richtig einzuordnen: „Das sagt natürlich jeder gerne, wenn er gegen den FC Bayern spielt. Ich habe aber noch nie erlebt, dass ein Meister schon nach dem siebten Spieltag gekürt wurde.“

Also gilt es im sechsten Spiel innerhalb von drei Wochen noch einmal die Kräfte zu mobilisieren, bevor es in die Länderspielpause geht. Die Partie gegen ManCity habe „sehr viel Substanz gekostet“, berichtete Heynckes, der aber glaubt, „dass die Spieler morgen ihren Akku wieder aufgeladen haben.“ Vielleicht wirft der FCB-Coach auf einigen Positionen auch wieder die Rotationsmaschine an.

Robben heiß auf die Startelf

Holger Badstuber zum Beispiel, der am Dienstag wegen eines grippalen Infekts pausiert hatte, zählt zum 19-Mann-Kader, mit dem Heynckes am Freitagnachmittag Richtung Hoffenheim aufbrach. Auch Arjen Robben ist dabei. Der Holländer brennt auf sein Comeback in der Startelf. „Ich möchte abwarten, wie er sich fühlt“, sagte Heynckes am Freitag, „er hat mir gesagt, dass er immer noch leichte Schmerzen hat. Wenn er mir sagt, er kann, dann ist er ein Thema für die Startelf.“

Aber nicht nur Robben ist heiß auf Hoffenheim. „Wir haben noch nichts erreicht, wir müssen weitermachen“, forderte Mario Gomez. Auch Bastian Schweinsteiger will unbedingt gewinnen und hat dabei auch das Oktoberfest im Hinterkopf: „Wir gehen am Sonntag auf die Wiesn, und da wollen wir mit einem Sieg hin.“