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'Eine Weltklasse-Leistung'

Ribéry verzaubert Teamkollegen und Fans

Locker, entspannt, glücklich. Franck Ribéry kommt in diesen Tagen aus dem Strahlen nicht mehr heraus. Sowohl privat - nach der Geburt seines Sohnes - als auch beruflich mit dem FC Bayern könnte es besser nicht laufen. Und so präsentierte sich der Franzose auch am Mittwoch, einen Tag nach seiner „Gala“ (Christian Nerlinger) gegen Manchester City (2:0), in Plauderlaune. Nur ein wenig müde blickte Ribéry drein. Mächtig Kraft hatten sie gekostet, die 90 Minuten gegen die starken Engländer. Und, so erzählte Ribéry, die Nacht danach. Bis 5 Uhr früh tat der Franzose kein Auge zu, die Erlebnisse des Vorabends arbeiteten in ihm.

Besonders jener Moment, als sich die Fans in der Allianz Arena kurz vor Schluss erhoben, um Ribéry bei seiner Auswechslung den verdienten, triumphalen Abgang zu ermöglichen. „Das war der Wahnsinn, einfach unglaublich. Das werde ich so schnell nicht vergessen“, sagte der Flügelflitzer. Arjen Robben, der für Ribéry den Platz betrat, applaudierte ebenfalls. „Ich glaube, dass sich auch Arjen für mich gefreut hat“, vermutete Rib.

Vorangegangen war eine Partie, der Ribéry seinen Stempel aufdrückte. Zwar erzielte der 28-Jährige keinen eigenen Treffer - doch fast jeder gefährliche Spielzug des FCB lief über den Linksaußen. 101 Mal berührte Ribéry den Ball, nur Bastian Schweinsteiger konnte diesen Wert toppen (105). Und: Der französische Nationalspieler verzauberte die Zuschauer mit viel Spielfreude und spektakulären Dribblings. „Das war eine Glanzleistung und Galavorstellung“, sagte FCB-Sportdirektor Nerlinger. Chefcoach Jupp Heynckes sprach gar von einer „Weltklasse-Leistung“.

Nach einem problematischen vergangenen Jahr mit privaten Problemen und zahlreichen Verletzungen blüht Ribéry - nicht zuletzt dank des neuen Trainers - endlich wieder auf. „Meine Freude, die ich verloren hatte, ist zurück. Ich bin fit, mein Kopf ist frei. Das war mein bestes Spiel in dieser Saison“, erklärte er und schickte ein Lob an Heynckes hinterher: „Er ist fast wie ein Papa für mich. Wir haben ein gutes Verhältnis, sprechen viel miteinander. Er gibt mir viel Selbstvertrauen.“

Nerlinger und Lahm loben Ribéry

Das sieht man auf dem Platz. Die Fans lieben Ribérys Geniestreiche. „Ribéry, Ribéry“, hallt es dann durchs weite Runde. Doch in dieser Saison überzeugt der Franzose zudem durch eine neue, bislang unentdeckte Qualität. „Franck arbeitet auch nach hinten. Das ist ein sehr wichtiges Element für unseren momentanen Erfolg“, analysierte Nerlinger. Und Kapitän Philipp Lahm - Ribérys kongenialer Partner auf der linken Seite - lobte seinen Teamkollegen für „90 Minuten“ harte Arbeit.

Ribéry will seine Form nun halten - oder sogar weiter steigern. An seiner Leistungsgrenze sei er noch nicht angekommen, berichtete er am Mittwoch. Und er hat einen großen Traum: Das Champions-League-Finale 2012 in München: „Ich will diesen Titel mit dem FC Bayern gewinnen.“ Er macht keinen Hehl daraus, dass es bis dahin noch ein weiter Weg ist. „Die Saison ist noch sehr, sehr lang“, sagte Ribéry. Doch für den Moment ist er einfach nur „glücklich. Das Kind ist gesund, der Fußball läuft gut. Was will man mehr?“

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