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Endlich Champions League!

'Viertel vor neun, Flutlicht: Das ist traumhaft'

Es war ein steiniger Weg. Erst drei Spieltage vor Ende der letzten Saison kletterte der FC Bayern in der Tabelle auf Platz drei, den Champions-League-Qualifikationsrang. Es folgten zu Beginn dieser Saison zwei Playoff-Spiele gegen den FC Zürich. Dann stand fest: Der FC Bayern nimmt auch in der Saison 2011/12 an der europäischen Königsklasse teil. „Wir haben sehr viel Kraft dafür eingesetzt, in der Champions League spielen zu können. Daher ist die Vorfreude sehr, sehr groß“, sagte Kapitän Philipp Lahm am Montag vor der Auftaktpartie beim FC Villarreal (Mittwoch, 20.45 Uhr) und fügte an: „Viertel vor neun, Flutlicht - das ist traumhaft.“

Nach den überzeugenden Siegen in der Bundesliga gegen den Hamburger SV (5:0), den 1. FC Kaiserslautern (3:0) und den SC Freiburg (7:0) wartet mit dem letztjährigen Vierten der spanischen Primera Division nun eine „gefährliche Mannschaft“ (Lahm) auf den FC Bayern. Auch wenn der FC Villarreal nur einen Punkt aus den ersten beiden Ligaspielen holte und gegen den FC Barcelona mit 0:5 verlor, ist Vorsicht geboten. Lahm: „Eine typisch spanische Mannschaft, die technisch stark ist, schnellen Fußball spielt und defensiv trotzdem organisiert ist.“

Auch Teamkollege Thomas Müller warnt: „Villarreal hat nach vorne eine sehr gute Qualität - auch wenn sie gegen den FC Barcelona nicht gut ausgesehen haben.“ Die Münchner haben Respekt vor dem Team um Stürmerstar Giuseppe Rossi. Dennoch ist die Marschroute klar: Ein Punkt soll es mindestens werden, am besten drei. „Ein guter Start ist sehr, sehr wichtig. Dann nehmen wir den Druck von uns und geben ihn weiter an die anderen“, erklärte Lahm. Müller sagte: „Wir sind gefestigt, ich bin guter Dinge.“

Die Bayern sehen sich bestens gerüstet für den Auftakt in der Champions League - kein Wunder nach zuletzt starken Leistungen. „Wir haben viel Selbstvertrauen gesammelt und gehen gut vorbereitet in die englischen Wochen“, fasste es Lahm zusammen. Gut vorbereitet wird auch Trainer Jupp Heynckes sein. Zum einen, weil Heynckes den spanischen Fußball aus dem Effeff kennt. Zum anderen, weil der 66-Jährige bereits in der vergangenen Saison Bekanntschaft mit dem Gelben U-Boot machte.

Mehr Arbeit für Neuer?

Als damaliger Coach von Bayer Leverkusen verließ er im Achtelfinale gegen Villarreal zweimal als Verlierer den Platz - wenn auch knapp (2:3, 1:2). Müller erinnerte sich: „Da hat man gesehen, dass sie Fußballspielen können. Aber: Sie lassen auch Chancen zu.“ Im Gegensatz zum FC Bayern. Manuel Neuer war zuletzt nahezu beschäftigungslos. Gegen die offensivstarken Spanier könnte sich das ändern, glaubt Müller. „Dass der Manu etwas mehr aufs Tor bekommen wird, ist schon denkbar.“

Dennoch: Der Optimismus bei den Bayern-Stars ist spürbar, genau wie die Vorfreude. Müller: „Endlich geht’s los! Auswärtsspiele sind immer interessant, die Temperaturen werden angenehm sein. Gute Vorzeichen für ein schönes Erlebnis.“

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