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Wiesn-Stimmung

Bayern feiern Platz 1 und neue Bestmarken

So gut hat dem FC Bayern die Wiesn-Maß schon lange nicht mehr geschmeckt. Tabellenerster, elf Spiele in Folge (1.018 Minuten) ohne Gegentor (Vereinsrekord!), eine Tordifferenz von +20 nach acht Spieltagen (Bundesligarekord!), zehn Siege in Folge - nach glanzvollen Wochen konnten die Münchner beim gemeinsamen Oktoberfest-Besuch am Sonntagnachmittag kräftig anstoßen. „Wir haben in den letzten Wochen und Monaten hart gearbeitet, dann darf man sich auch mal belohnen“, sagte Kapitän Philipp Lahm.

„Die Spieler haben es verdient“, meinte auch Jupp Heynckes, der sich darauf verlassen kann, dass keiner über die Stränge schlagen wird. „Das sind Spieler, die absolut professionell sind. Die wissen genau, was sie tun und lassen können.“ Das wusste seine Mannschaft auch am Tag zuvor in Hoffenheim, wo sie nicht nur mit einem starken Gegner zu kämpfen hatte.

Bei spätsommerlichen Temperaturen mussten die Münchner im sechsten Spiel innerhalb von drei Wochen den Strapazen Tribut zollen. „Heute hat man bei einigen Spielern gemerkt, dass einfach die Frische nicht so da war“, sagte Heynckes, der dies aber „ganz normal“ fand. „Wir waren ziemlich auf dem Zahnfleisch und sind schon etwas gebeutelt angereist“, berichtete Thomas Müller.

Mit Franck Ribéry, Rafinha und Holger Badstuber waren drei Spieler angeschlagen mit nach Hoffenheim gefahren. Rafinha (Leistenverhärtung) musste dann auch nach dem Aufwärmen seinen Einsatz absagen, Ribéry (Wadenverhärtung) wurde in der Halbzeit ausgewechselt (Heynckes: „Wir wollten keinen Muskelfaserriss riskieren.“). Badstuber (Sommergrippe) hingegen biss nach Rafinhas Ausfall auf die Zähne und spielte durch. „Er hätte normalerweise nicht gespielt“, so Heynckes.

Aufgrund der widrigen Voraussetzungen konnte der Rekordmeister das 0:0 bei läuferisch starken und hochmotivierten Kraichgauern als Punktgewinn werten. „Wir haben früh gemerkt, dass es heute nicht so läuft bei uns, dass jeder Meter schwer fällt. Dann muss man auch mal zufrieden sein, wenn man auswärts 0:0 spielt“, fand Lahm. Christian Nerlinger erteilte der Mannschaft „ein Riesenkompliment“ und sprach von einer „sehr guten kämpferischen Leistung. Wir sind hochzufrieden. So ein Auswärtspunkt kann Gold wert sein.“

'Ein guter Punkt'

„Es ist auch eine Qualität, nicht zu verlieren“, betonte Karl-Heinz Rummenigge. Denn auch wenn es nach guten ersten 20 Minuten spielerisch nicht mehr so klappen wollte wie in den letzten Wochen, auf die Defensive war Verlass. Gegen Hoffenheim ließ sie fast nur Distanzschüsse zu, nur einmal (22.) musste Manuel Neuer seine ganze Klasse zeigen. Am Ende kassierte der FCB zum elften Mal in Folge kein Gegentor. „Das ist die Grundlage für unseren derzeitigen Erfolg“, weiß Müller.

Das 0:0 in Hoffenheim, wo der Rekordmeister erstmals nach zehn Spielen in Folge nicht als Sieger vom Platz ging, konnte die Wiesn-Laune der Bayern daher nicht trüben. „Das ist ein guter Punkt“, sagte Daniel van Buyten, „wir werden den Tag genießen. Das ist immer ein schönes Fest für uns und unsere Familien.“ Und nach der nun anstehenden Verschnaufpause durch die Länderspiele wollen die Bayern „wieder angreifen“, wie Gomez betonte, „und die Spiele wieder gewinnen.“

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