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Pokal-Pflichtsieg

Bayern rotiert sich ins Achtelfinale

Kapitän Philipp Lahm war der Erste, kurz danach folgten Manuel Neuer, Franck Ribéry und Mario Gomez. Selten verließen die vier Bayern-Profis die Allianz Arena so früh wie nach dem klaren 6:0 (1:0)-Erfolg am Mittwochabend im Zweitrunden- spiel des DFB-Pokals gegen den oberbayrischen Nachbarn FC Ingolstadt. Das lag vor allem daran, dass der Rekordmeister auch ohne dieses Quartett dem Zweitligisten keine Chance ließ und ungefährdet ins Achtelfinale einzog.

„Es war gut, heute mal eine Pause einzulegen, gerade wenn man englische Wochen hat“, sagte Lahm, der gemeinsam mit seinen Kollegen entspannt von der Ersatzbank aus den deutlichen Sieg gegen die Schanzer verfolgte. Auf dem Platz sorgten deren Vertreter wie Jörg Butt, Diego Contento, David Alaba oder Nils Petersen für den „Pflichtsieg“ (eigener Bericht) wie Butt, an diesem Abend auch Kapitän für den geschonten Lahm, den Erfolg bezeichnete.

Gleich auf sechs Positionen hatte Trainer Jupp Heynckes seine Startelf verändert, was sich vor allem in der ersten Halbzeit gegen die defensiv ausgerichteten Ingolstädter bemerkbar machte. „Das war etwas holprig, wir haben im Spielaufbau zu zögerlich gespielt, nicht flüssig genug“, erklärte Heynckes. „Wir sind etwas schwer in die Partie gekommen, aber wir hatten immer unsere Möglichkeiten. Nach dem 1:0 wurde es deutlich besser“, meinte Toni Kroos, einer von fünf etatmäßigen Stammspielern.

Einem weiteren, Thomas Müller, blieb es vorbehalten, mit einem abgefälschten Schuss von der Strafraumgrenze in der 33. Minute die Führung zu erzielen. Ein Doppelschlag des starken Alaba (49.) und Petersen (53.) kurz nach dem Seitenwechsel brach den letzten Widerstand der Gäste. „Mit dem 2:0 und 3:0 war die Partie entschieden“, so Heynckes. Erneut Petersen (70.), Marvin Matip (82./Eigentor) und der eingewechselte Takashi Usami (90.) sorgten dafür, dass es Heynckes in der Folge „Spaß gemacht hat, zuzuschauen.“

„Mit dem 6:0 sind wir am Ende noch ganz gut bedient gewesen“, räumte FCI-Trainer Benno Möhlmann hinterher ein. Seine Mannschaft habe „nach vorne zu mutlos agiert“ und insbesondere in der zweiten Halbzeit „zu viele Situationen zugelassen“, die zu dem letztlich klaren Ergebnis geführt hätten. „So ein Spiel muss man erst mal in der Höhe so souverän auch gewinnen, das hat die Mannschaft gut gemacht“, lobte Routinier Butt, „wir haben heute ein sehr gutes Spiel gemacht.“

Davon habe man im Vorfeld nicht unbedingt ausgehen können, stellte Butt klar. „Natürlich war der Sieg eingeplant, aber man muss auch wissen, dass es im DFB-Pokal gegen solche Mannschaften dumm laufen kann. Dass wir weiterkommen, war für uns keine Frage - aber das Wie war heute wichtig. Wir haben von vorneherein nichts zugelassen.“ Und Kroos ergänzte: „Wir haben vernünftig gespielt und auch in der Höhe verdient gewonnen.“

So war das Spiel auf Seiten des FCB dann auch ähnlich schnell abgehakt, wie Lahm & Co. die Allianz Arena verließen. Denn schon am Samstag steht an gleicher Stelle die nächste Aufgabe auf dem Programm, das 55. Bundesliga-Derby gegen den 1. FC Nürnberg. „Es geht wieder von null los. Wenn wir wieder hochkonzentriert spielen, werden wir gewinnen“, glaubt Kroos. Ivica Olic weiß: „Unsere wichtigen Spieler hatten heute Ruhe und können am Samstag wieder voll angreifen.“

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