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Berliner Wette

Boateng, die Hertha und ein paar Fischstäbchen

Wenn am Samstag der FC Bayern Hertha BSC in der Allianz Arena empfängt, geht es um drei Punkte. Natürlich. Für Jérôme Boateng geht es aber um viel mehr: um ein paar offenbar besonders wohlschmeckende Fischstäbchen. Diese müsste seine Mutter seinem Freund und Hertha-Profi Änis Ben-Hatira auftischen, sollte der FC Bayern das Spiel verlieren.

„Ich habe gesagt: Das sind Fischstäbchen! Das ist doch nicht schwer“, erzählte der 23-Jährige von der Wette mit seinem ehemaligen Berliner Mitspieler. „Aber er hat schon früher gesagt, dass die Fischstäbchen bei meiner Mutter immer so gut schmecken, anders als bei anderen.“ Also ist es abgemacht: Verliert der FCB, kocht Mutter Boateng Fischstäbchen (mit Kartoffelpüree) - gewinnt der FCB kocht Mutter Ben-Hatira tunesisches Essen. Das hat sich Boateng gewünscht. „Ein großes Buffet, das ist lecker.“

Bayern gegen Hertha ist also ein ganz besonderes Spiel für Boateng. Weil er mit Ben-Hatira und Patrick Ebert auf zwei Gegenspieler trifft, mit denen er einst in der Hertha-Jugend zusammengespielt hat. Weil er der Hertha „viel zu verdanken“ hat. „Ich habe dort meine Jugend verbracht, bin dort groß geworden“, sagte der FCB-Innenverteidiger, der 2002 von Tennis Borussia Berlin in die C-Jugend der Hertha gewechselt war und dort den Sprung zu den Profis schaffte.

'Hertha gehört in die Bundesliga'

Seine ersten zehn Bundesliga-Einsätze bestritt Boateng für die Alte Dame. Über den Hamburger SV (2007-2010) und Manchester City (2010/11) führte ihn sein Weg mittlerweile nach München. Jetzt freut er sich auf das Wiedersehen mit den Berlinern. „Ich freue mich, dass Hertha wieder erstklassig ist. Dieser Klub gehört einfach in die Bundesliga“, meinte Boateng und stellte dem Aufsteiger ein gutes Zwischenzeugnis aus: „Bis jetzt machen sie es sehr gut. Ich glaube nicht, dass sie was mit dem Abstieg zu tun haben werden.“

Ihre Punkte, das machte der gebürtige Berliner klar, muss die Hertha aber woanders holen. „Wir werden gewinnen“, ist er überzeugt. Mit dem HSV ist ihm das schon zweimal gegen seinen Ex-Klub gelungen (1 Remis, 1 Niederlage) und auch das Privatduell gegen Ben-Hatira gab es schon einmal. Im März 2006 trafen beide in der Regionalliga aufeinander. Boateng spielte für Hertha II, Ben-Hatira für den HSV II. Boateng traf für die Berliner, Ben-Hatira für die Hamburger. 1:1 - ein Ergebnis mit dem am Samstag wohl vor allem die Mütter der beiden zufrieden wären. Dann müsste nämlich keine der beiden kochen.

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