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Erfolgsgaranten

Dauerläufer Müller und 'Tormaschine' Gomez

Thomas Müllers Aufstieg verlief rasant: Erst avancierte er beim FC Bayern zum Stammspieler und Leistungsträger, dann wurde er Torschützenkönig bei der Weltmeisterschaft in Südafrika 2010 - gleichauf mit Stars wie David Villa, Diego Forlán und Wesley Sneijder. Im vergangenen Monat feierte Müller seinen 22. Geburtstag, das beste Fußballer-Alter hat er erst noch vor sich.

Doch schon jetzt ist der Offensivallrounder gesetzt - beim FC Bayern und bei der deutschen Nationalelf. „Der Bundestrainer bringt mir ein gewisses Vertrauen entgegen. Und das will ich in jedem Spiel zurückzahlen“, sagte Müller am Montag vor dem letzten EM-Qualifikationsspiel gegen Belgien (Dienstag, 19 Uhr in Düsseldorf).

Eineinhalb Jahre ist es jetzt her, dass Müller zum ersten Mal das Trikot mit dem Adler auf der Brust überstreifte. Seine gute Leistungen werden von der Öffentlichkeit mittlerweile als beinahe selbstverständlich hingenommen, die Aufmerksamkeit ziehen oft andere auf sich: Mesut Özil wurde nach dem Kantersieg gegen Österreich gefeiert, Mario Götze nach seiner Gala gegen Brasilien, Manuel Neuer gegen die Türkei. In allen drei Spielen war Müller einer der Besten, in Istanbul vielleicht sogar der Beste.

Erholungspause? Nein, danke!

Er kämpfte, er wirbelte - und war an allen Treffern des Spiels unmittelbar beteiligt. Das 1:0 legte er mustergültig vor, das 2:0 erzielte er selbst und beim 3:1 holte er den Elfmeter heraus. Eine überragende Vorstellung des Münchners, auch wenn er sich nach der Partie in erster Linie über seinen Stellungsfehler beim türkischen Anschlusstreffer ärgerte. „Das Gegentor geht auf meine Kappe, der Torschütze war mein direkter Gegenspieler“, erklärte Müller selbstkritisch.

Auch gegen Belgien hat der Bayern-Profi wieder beste Aussichten, in der Startelf zu stehen. Eine Erholungspause benötigt der Dauerläufer offenbar nicht. „Belgien ist ein guter Gegner. Da spielt man gerne mit, wenn man schon hier ist“, sagte der 22-Jährige. Unlängst hatte Müller im Fachmagazin kicker gesagt: „Ich will immer spielen. Man sitzt nie gerne draußen.“ Der zehnte Sieg im zehnten EM-Qualifikationsspiel ist möglich - was gleichbedeutend mit einem neuen Rekord wäre. „Wir wollen uns nichts nachsagen lassen und wieder eine ordentliche Partie machen“, kündigte Müller an.

Schweinsteiger und Boateng fraglich

Ob daran - wie gegen die Türkei - erneut ein Bayern-Block mit sieben Spielern beteiligt sein wird, ist fraglich. Bastian Schweinsteiger leidet an einem „massiven Bluterguss oberhalb des Knies“ (Löw), Jérôme Boateng plagen muskuläre Probleme. Bundestrainer Joachim Löw wird wohl kein Risiko eingehen. Toni Kroos ist nach überstandener Grippe hingegen wieder ein ernstzunehmender Kandidat für die Startelf. Auch Mario Gomez wird wohl wieder stürmen, da Konkurrent Miroslav Klose definitiv ausfällt.

Eine erneute Möglichkeit für den Bayern-Toptorjäger, Pluspunkte zu sammeln. Gegen die Türkei klappte dies mit seinem Treffer zum 1:0 bereits bestens. „Mario ist eine richtige Tormaschine. Seine Fähigkeiten sind überragend“, lobte Löw seinen Stürmer am Montag. Auch Müller brach eine Lanze für seinen Teamkollegen. Die Kritik, die Gomez in den vergangenen Jahren als Nationalspieler von den Fans einstecken musste, sei ein „Witz“ gewesen. Müller: „Das war nicht gerechtfertigt. Er hat sich immer für uns aufgeopfert. Deswegen freue ich mich jetzt umso mehr, dass er trifft und trifft.“

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