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U19 und U17

Niedermayer zufrieden, Beckenbauer verärgert

Ärgerlich, bitter, unnötig. Stephan Beckenbauer war hörbar enttäuscht. Mal wieder hatte seine Mannschaft, die U 17 des FC Bayern, zahlreiche hochkarätige Chancen ausgelassen und am Ende unglücklich verloren. Niederlagen schmerzen den Jugendtrainer grundsätzlich. „Ich will jedes Spiel gewinnen - egal ob im Fußball oder Tischtennis“, sagte er. Die 1:3-Pleite am vergangenen Wochenende gegen den Lokalrivalen TSV 1860 tat jedoch besonders weh. „Das war eine Niederlage, die mir immer noch unerklärlich ist. Das muss ich erst mal verdauen“, erklärte der Sohn von Ehrenpräsident Franz Beckenbauer gegenüber fcbayern.de.

Weite Strecken der ersten Halbzeit hatte die U17 der Bayern dominiert. „Wir waren klar besser und hätten mindestens drei oder vier Tore erzielen müssen“, klagte Beckenbauer. Doch dann setzte es zwei Nackenschläge: Zunächst gingen die Löwen durch einen strittigen Elfmeter in Führung, dann flog Angelos Oikonomou wegen einer Notbremse vom Platz. Trotz Unterzahl kämpften sich die Bayern nach der Pause zurück, Markus Biersack gelang der verdiente Ausgleich. Was dann passierte, ärgerte Beckenbauer maßlos.

Spielerisch über-, körperlich unterlegen

„Statt mit dem Punkt zufrieden zu sein, laufen wir nach Wiederanpfiff gleich wieder nach vorne und werden mit einem Mann weniger ausgekontert“, berichtete der Trainer. Zwei Gegentore innerhalb von zwei Minuten waren schließlich gleichbedeutend mit der fünften Saisonniederlage im achten Spiel - eine nicht zufriedenstellende Zwischenbilanz der U17, die in der vergangenen Spielzeit nur knapp am Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft vorbeigeschrammt war. „Ich habe sehr gute Fußballer in der Truppe. Was wir nicht haben, sind Spieler mit körperlicher Substanz, die gegen robuste Teams dagegenhalten können“, nannte Beckenbauer als einen der Gründe.

Spielerisch seien seine Talente fast immer überlegen. Da müsse man sich vor niemandem in der Liga verstecken, so Beckenbauer. Doch diese Stärke kommt meist nicht zum Tragen. „Die gegnerischen Teams lassen uns nicht spielen. Die gehen drauf, attackieren uns und verstricken uns in Zweikämpfe. Da ziehen wir fast immer den Kürzeren“, berichtete der 42-Jährige. Die Folge: Platz zehn in der Tabelle, zehn Punkte trennen die U17 des FCB derzeit von der Tabellenspitze. Beckenbauer gab sich kämpferisch: „Wir arbeiten weiter hart, führen viele Einzelgespräche. Ich hoffe, dass es fruchtet.“

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