präsentiert von
Menü
Boateng fühlt sich heimisch

''Servus' kann ich schon ganz toll sagen'

Jérôme Boateng und die Wiesn. Das passt eigentlich nicht so richtig zusammen. Denn der Neuzugang des FC Bayern lehnt Alkohol strikt ab. Nein, auch bei seinem ersten Besuch des Münchner Oktoberfestes am vergangenen Sonntag machte er da keine Ausnahme. „Ich habe Spezi und Wasser getrunken, das war völlig in Ordnung für mich“, sagte der deutsche Nationalspieler nun in einem Interview mit dfb.de. Spaß hatte er dennoch - und zwar reichlich: „Das war auf jeden Fall eine witzige Sache“, berichtete Boateng vom Mannschaftsausflug des deutschen Rekordmeisters.

Mittlerweile befindet sich der 23-Jährige mit dem DFB-Tross auf dem Weg nach Istanbul, wo Deutschland am Freitagabend im vorletzten EM-Qualifikationsspiel gegen die Türkei antritt. „Wir haben bislang eine tolle Qualifikation gespielt. Niemand von uns denkt daran, jetzt nachzulassen. Wir wollen unsere Serie unbedingt fortsetzen“, kündige Boateng an. Ob der Bayern-Star gegen die Türken in der DFB-Startelf stehen wird, ist noch unklar.

Mit seinen Leistungen in den vergangenen Wochen im Trikot des FC Bayern konnte Boateng auf alle Fälle Werbung in eigener Sache machen. Egal, ob auf seiner Lieblingsposition als Innenverteidiger oder als Aushilfsrechtsverteidiger - Boateng überzeugte. Die Null beim Tabellenführer der Bundesliga stand. „So etwas ist immer das Resultat der Leistung der gesamten Mannschaft“, lobte Boateng seine Teamkollegen.

Der 1,92-Meter-Hühne fühlt sich so stark und fit wie nie zuvor in seiner noch jungen Karriere. Nach seiner langen Verletzungspause in der vergangenen Saison in Diensten von Manchester City hatte Boateng vor seinem Wechsel zum FC Bayern in der Sommerpause Fitness-Sonderschichten in den USA eingelegt. „Diese Zeit hat mir sehr geholfen“, blickte der Defensivmann zurück. Beim FCB angekommen, nahmen ihn dann die Fitnesstrainer Thomas Wilhelmi und Andreas Kornmayer unter ihre Fittiche. Boateng: „Die machen ihre Arbeit sehr gut. Mein Gefühl ist, dass ich mich körperlich noch einmal weiter entwickelt habe.“

Der Traum vom ersten Bundesligator

Generell habe er sich in München super eingelebt, er fühlt sich bereits heimisch. „Die Stimmung in der Mannschaft, im Verein überhaupt, der Umgang miteinander. Alles ist sehr respektvoll und offen“, berichtete der Nationalspieler. In den kommenden Wochen will er mit den Münchnern die Tabellenspitze der Bundesliga verteidigen, in der Champions League weiter für Furore sorgen - und sich weiter verbessern. „Zum Spiel eines modernen Verteidigers gehört es auch, in der Offensive Gefahr zu verursachen“, sagte Boateng, der in seiner Karriere erst ein Pflichtspieltor erzielte.

„Für diese Saison habe ich mir vorgenommen, dass es endlich mit dem ersten Treffer klappt“, erklärte er, „und bei einem muss es ja nicht bleiben“. Neben seinen sportlichen Zielen strebt Boateng auch sprachlich nach Höherem. Sein Englisch ist bereits perfekt, nun soll es mit einer weiteren Fremdsprache klappen: Bayerisch. „Das meiste verstehe ich bereits jetzt. Das mit dem Sprechen kommt schon noch, ‚Servus‘ zum Beispiel kann ich schon ganz toll sagen.“ Bayerisch, dazu der erste Wiesn-Besuch - Boateng ist in München angekommen.

Weitere Inhalte