präsentiert von
Menü
'Sehr, sehr positiv'

Bayern erinnert Lahm an Barcelona

Allein schon wegen des Wetters kann Philipp Lahm auf die Länderspiele gegen die Ukraine und Holland gut verzichten. Sicher, in München war am Donnerstag alles Grau in Grau, aber in Kiew wurde die deutsche Nationalmannschaft zeitgleich von eisigem Wind, Schneeregen und Temperaturen um den Gefrierpunkt empfangen. Ganz „passend“ fand Lahm seine DFB-Pause aber vor allem wegen seiner Nebenhöhlenentzündung, die er jetzt in Ruhe auskurieren könne. Und gegen eine Verschnaufpause habe er nach jahrelangem Dauereinsatz („Ich war in den letzten Jahren so gut wie bei jedem Länderspiel dabei“) sowieso nichts einzuwenden, auch wenn es natürlich „ungewohnt“ sei.

Ganz gemütlich zuhause auf dem Sofa wird sich Lahm am Freitag und Dienstag die Test-Länderspiele anschauen und auch einmal ausgiebig Geburtstag feiern. Am Freitag wird der FCB- und DFB-Kapitän 28 Jahre alt. Gesundheit wünscht er sich als allererstes. Aber auch: Titel. Mit Bayern und der Nationalmannschaft. „Bis jetzt schaut es sehr gut aus“, meinte er, „wir haben die Qualität, ganz oben anzugreifen.“

Das gilt für die Nationalmannschaft, die im kommenden Jahr um den EM-Titel spielt, aber natürlich auch für den FC Bayern. „Sehr, sehr positiv“ fällt Lahms Zwischenbilanz nach den ersten drei Monaten der Saison aus. Der Teamgeist sei „noch besser“ geworden, jeder sei „hungrig“ und das sehe man auch auf dem Platz. „Es ist ein sehr großer Unterschied zu letzter Saison, wie wir auftreten. Die Mannschaft ist auf einem sehr guten Weg. Aber wir wissen, dass es noch ein weiter Weg ist.“

Vor allem die Balance zwischen Defensive und Offensive mache den Unterschied zur letzten Saison aus, meinte Lahm und lobte die Offensivspieler für ihr Defensivverhalten. „Wie Franck, Mario, Thomas und Toni für die Defensive arbeiten, das macht unsere Mannschaft so stark“, sagte der FCB-Kapitän und erinnerte an den FC Barcelona: „Klar haben die ein sensationelles Offensivspiel. Aber es zeichnet sie auch aus, dass alle für die Defensive arbeiten, dass sie sofort umschalten, sofort wieder Druck erzeugen und Bälle erobern. Wir sind jetzt auf diesem Weg.“

Lob für Ribéry

Lahm selbst hat unter Jupp Heynckes einen Schritt zurück gemacht. Er wechselte von der rechten zurück auf die linke Abwehrseite, wo er den längsten Teil seiner Karriere bereits gespielt hat. „Für mich macht das keinen so großen Unterschied“, erklärte Lahm. Das Zusammenspiel mit Franck Ribéry klappe schon wieder „sehr gut“. Vielleicht so gut wie noch nie.

Denn Ribéry arbeitet so viel für die Defensive wie nie zuvor. „Das fällt jedem auf. Wie er sich jetzt in der Defensive eingliedert, wie er arbeitet, wie viele Bälle er gewinnt, das ist einfach top“, sprach Lahm seinem Vordermann ein großes Lob aus. „So kann es weitergehen.“

Weitere Inhalte