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Milan? ManU? Chelsea?

CL-Achtelfinale: Wer kommt als Gegner in Frage?

FC Bayern, FC Villarreal. Dazu aus Topf drei die Millionen-Truppe von Manchester City. Und damit nicht genug: Auch der SSC Neapel - das wohl stärkste Team aus Topf vier - wurde gezogen. Es war Ende August, als dem deutschen Rekordmeister die „schwerste Gruppe der Champions League“ (Jupp Heynckes) zugelost wurde. Gut drei Monate später, nach fünf von sechs Spielen, steht fest: Der FC Bayern ist mit starken 13 von möglichen 15 Punkten Gruppensieger, der SSC Neapel und ManCity machen am letzten Spieltag nur noch um Rang zwei unter sich aus.

„Der erste Platz ist ein Riesenvorteil. Man muss sich nur die anderen Gruppenersten mal anschauen“, sagte Sportdirektor Christian Nerlinger nach dem 3:1 gegen den FC Villarreal am Dienstagabend. In gut drei Wochen - am 16. Dezember (12 Uhr) - wird das Achtelfinale der europäischen Königsklasse in Nyon ausgelost. Der FC Bayern wird dann als Gruppensieger einen Zweiten zugelost bekommen. Weiterer vermeintlicher Vorteil: Das Rückspiel wird in der heimischen Allianz Arena ausgetragen.

Doch auf wen könnte der FC Bayern treffen? Alle Entscheidungen sind am 5. Spieltag der Gruppenphase zwar noch nicht gefallen, doch neun der 16 Achtelfinal-Teilnehmer stehen bereits fest. fcbayern.de wirft einen Blick auf die einzelnen Gruppen und erklärt, wer als Gegner in Frage kommt und wer definitiv nicht.

„Man vermeidet als Erster ein paar Brocken“, weiß Kapitän Philipp Lahm. Seit gestern steht fest: Auf Inter Mailand, den letztjährigen Gegner im Achtelfinale, Real Madrid, den FC Barcelona und den FC Arsenal kann der FC Bayern nicht treffen. Diese Teams stehen bereits als Gruppensieger fest. Ebenfalls fix ist: Der AC Mailand wird hinter Barcelona Zweiter der Gruppe H und ist damit der erste mögliche Achtelfinal-Gegner des FCB.

Auch Benfica Lissabon, APOEL Nikosia und Bayer Leverkusen sind qualifiziert. Ob als Erster oder Zweiter entscheidet sich jedoch erst am letzten Spieltag. Ein Deutsch-deutsches Duell mit Leverkusen ist im Achtelfinale auf Grund der Regularien nicht möglich. Die einzelnen Gruppen im Überblick:

Gruppe A:
Die Bayern haben bereits das Rennen gemacht. Ob Neapel oder ManCity Zweiter wird, ist für die Münchner fürs Erste nicht relevant. Das Regelwerk sagt: Ein erneutes Duell mit einem der beiden Teams ist in der Runde der letzten 16 ausgeschlossen.

Gruppe B:
Inter Mailand hat zehn Punkte auf dem Konto. Dahinter geht es heiß her: Zweiter ist derzeit der türkische Vertreter Trabzonspor (6 Punkte) vor dem OSC Lille (5) und ZSKA Moskau (5). Am 7. Dezember kommt es zum Showdown zwischen Lille und Trabzonspor. Der Sieger dieser Partie steht definitiv im Achtelfinale - und wäre dann ein möglicher Bayern-Gegner. ZSKA hat nur noch Außenseiterchancen. Die Russen müssten in Mailand siegen und gleichzeitig auf ein Remis im anderen Spiel hoffen.

Gruppe C:
Die spannendste Gruppenkonstellation! Benfica Lissabon (9 Punkte) ist das Achtelfinale nicht mehr zu nehmen, da sie den direkten Vergleich gegen die Verfolger Manchester United (9) und Basel (8) für sich entschieden haben. Mit einem Sieg im Heimspiel gegen den abgeschlagenen Letzten Otelul Galati wäre Benfica Gruppensieger. Platz zwei machen Basel und ManUnited im direkten Aufeinandertreffen unter sich aus. Den Engländern reicht ein Remis.

Gruppe D:
15 Punkte in 5 Spielen. Real Madrid hat eine weiße Weste. Dahinter scheint Ajax Amsterdam (8) das Rennen zu machen. Olympique Lyon (5) droht erstmals seit acht Jahren das Aus in der Gruppenhpase. Die Franzosen müssen auf eine Heimniederlage von Ajax gegen Real hoffen und gleichzeitig haushoch in Zagreb gewinnen.

Gruppe E:
Seit Mittwoch steht fest: Leverkusen ist eine Runde weiter. Mit einem Erfolg beim Letzten Genk wäre Bayer sogar überraschend Gruppensieger. Der FC Chelsea muss sich derweil strecken, hat es im Heimspiel gegen den punktgleichen FC Valencia aber noch selbst in der Hand.

Gruppe F:
Arsenal London wird die Gruppe gewinnen. Dahinter streiten Marseille (7), Piräus (6) und der BVB (4) um die Plätze. Alles ist offen, Dortmund hat allerdings die schlechtesten Karten. Piräus müsste zuhause gegen Arsenal verlieren, der BVB gleichzeitig Marseille mit vier Toren Unterschied schlagen.

Gruppe G:
APOEL Nikosia ist die Überraschung der Gruppenphase. Bei einem Dreier gegen das bereits ausgeschiedene Donezk wäre das Team aus Zypern sogar Gruppensieger. Zu einem Endspiel um Platz zwei kommt es zwischen dem FC Porto, derzeit mit sieben Punkten Dritter, und Zenit St. Petersburg (8).

Gruppe H:
Hier ist alles entschieden. Barca (13 Punkte) wird Erster, Milan (8) Zweiter.

Der FC Bayern geht zwar einigen großen Kalibern aus dem Weg, Gegner wie der AC Mailand, Manchester United oder der FC Chelsea sind dennoch nicht unwahrscheinlich. Doch egal, welches Los am Ende gezogen wird - Mario Gomez weiß: „Gruppensieger ist etwas anderes als Zweiter zu werden. Das ist wichtig fürs Gefühl.“

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