präsentiert von
Menü
Ausgeruhter Gomez vor Dortmund

'Die Pause war genau richtig'

Knapp eine Woche ist es nun her, das Länderspiel in der Ukraine (3:3). Viel wird man von dieser Partie nicht in Erinnerung behalten. Vielleicht Joachim Löws Dreierketten-Probelauf, oder den starken Auftritt von Toni Kroos. Auch bei den Spielern selbst wird sich eher das glanzvolle 3:0 gegen die Niederlande vier Tage später in den Köpfen festsetzen. Mit einer Ausnahme: Mario Gomez, der in Kiew das DFB-Team erstmals in seiner Karriere als Kapitän aufs Feld führte. Am 11.11.11, in seinem 50. Länderspiel. „Allein schon wegen dieser kuriosen Zahlen werde ich mich an diesen Tag gerne zurückerinnern“, sagte Gomez am Donnerstag.

Eine Ehre sei es gewesen, berichtete Bayerns Toptorjäger mit einem breiten Grinsen. Durch überzeugende Leistungen in den vergangenen Monaten hat sich Gomez diese Auszeichnung erarbeitet. Auf den Lorbeeren ausruhen wird sich der Torero aber mit Sicherheit nicht, denn am Samstag (18.30 Uhr) steht schon das nächste Highlight auf dem Programm: Das Gipfeltreffen gegen den letztjährigen Deutschen Meister und derzeitigen Tabellenzweiten Borussia Dortmund.

Gomez, der die Torschützenliste der Bundesliga mit 13 Treffern anführt, dürfte top vorbereitet in die Partie gehen. Bundestrainer Löw gönnte Bayerns Stürmer im zweiten Testspiel gegen die Niederlande eine Pause. Die vielen englischen Wochen haben auch Gomez Kräfte geraubt. „Eigentlich will ich jedes Spiel machen. Aber im Hinblick auf das anstehende Programm war das genau richtig“, erklärte der Nationalspieler. „Frisch und fit“ müsse man gegen den BVB ins Spiel gehen, „dann bin ich zu 100 Prozent davon überzeugt, dass wir gewinnen werden“, sagte Gomez selbstbewusst.

Demensprechend gab Cheftrainer Jupp Heynckes den meisten Nationalspielern am Donnerstag frei. Regeneration statt Training lautete das Motto. Gomez: „Wir müssen nicht mehr auf Teufel komm raus Trainingsminuten machen.“ Das Team sei bestens eingespielt, die Automatismen sitzen. „Jeder weiß, was der Nebenmann macht“, erzählte der 25-Jährige. Und genau deswegen überzeugten die Bayern in den vergangenen Wochen nicht nur durch Ergebnisse, sondern auch durch spielerische Klasse.

Gomez erwartet 'emotionales' Spiel

Diese, so hofft Gomez, soll auch gegen den BVB zum Tragen kommen: „Wir spielen zuhause und wollen unsere Spielkultur durchziehen - auch gegen unseren größten Konkurrenten.“ Zwar habe Dortmund Einzelspieler „mit extremer Klasse“, aber für den FCB-Toptorjäger steht fest: „Wir wissen, dass wir besser sind.“

Besser als der BVB mit den Nationalmannschaftskollegen Mario Götze oder Mats Hummels, die vor ein paar Tagen beim DFB-Team noch ein gleichfarbiges Trikot trugen. Von Freunden zu Rivalen also. Eine komische Situation? Nein, erklärte Gomez. Es sei schließlich nichts Neues, dass man wenig später mit den Vereinen in der Bundesliga aufeinandertreffe. „Emotional“ werde es auf dem Platz dennoch zugehen, vermutete der FCB-Stürmer. Denn: „Wir wollen gegen unsere Kollegen gewinnen.“

Weitere Inhalte