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Beachtliche Zahlen

FC Bayern zum 19. Mal in Folge profitabel

Sportlich lief die Saison 2010/11 für den FC Bayern nicht nach Wunsch. In der Liga wurde mit dem dritten Tabellenplatz erst spät das Minimalziel, das zur Teilnahme an der Qualifikation zur UEFA Champions League berechtigt, erreicht. In der Königsklasse war im Achtelfinale Endstation gegen Titelverteidiger Inter Mailand, im DFB-Pokal scheiterte der Rekordchampion in der Vorschlussrunde am späteren Titelträger FC Schalke 04.

Umso beachtlicher ist es da, dass der Rekordmeister seinen Mitgliedern auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung auch nach einer titellosen Spielzeit wirtschaftlich wieder herausragende Zahlen präsentieren konnte. Zwar konnte der FC Bayern nicht an die Rekordumsätze aus der Vorsaison anknüpfen, doch sowohl der Konzern als auch die AG des FC Bayern München erwirtschafteten positive Zahlen, im 19. Jahr in Folge war der deutsche Rekordmeister profitabel.

UEFA-Auflagen 'mehr als erfüllt'

„Der konsolidierte Konzernumsatz der FC Bayern München AG beträgt 328,5 Millionen Euro“, berichtete Karl Hopfner, stellvertretender Vorstandsvorsitzender, am Freitagabend vor 3.235 Mitgliedern im AUDI Dome und merkte an, dass „dieses Ergebnis trotz schwieriger Voraussetzungen erzielt wurde. Ich erinnere daran, dass wir in der vergangenen Saison keine zählbaren sportlichen Erfolge hatten, dazu kommt die Finanz- und Euro-Krise. Dennoch haben wir wieder einen Gewinn erwirtschaftet.“ Zudem habe man die Auflagen der UEFA für das Financial Fairplay „mehr als erfüllt.“

Der Umsatz des Konzerns FC Bayern München AG (konsolidiert FC Bayern München AG und Allianz Arena München Stadion GmbH) lag mit 328,5 Millionen Euro zwar niedriger als im Vorjahr (350,2 Mio. Euro), war aber dennoch „der zweithöchste Umsatz, den wir jemals ausweisen konnten“, so Hopfner. Das operative Ergebnis (Ebitda) weist 62,3 Millionen Euro (Vorjahr: 86,5 Mio. Euro) aus, der Gewinn nach Steuern betrug 1,3 Millionen Euro (Vorjahr: 2,9 Mio. Euro).

Ähnlich verhält es sich beim Ergebnis der FC Bayern München AG. Der Umsatz nahm mit 290,9 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr (312,0 Millionen Euro) um knapp sieben Prozent ab, der Gewinn nach Steuern ist identisch mit dem des Konzerns (1,3 Millionen Euro nach Steuern, Vorjahr 2,9 Millionen). Das operative Ergebnis (Ebitda) weist 42,3 Millionen Euro (Vorjahr: 61,2 Millionen Euro) aus, das Eigenkapital der FC Bayern München AG beläuft sich auf 268,3 Millionen Euro (Vorjahr: 206,4 Millionen Euro).

„Die finanzielle Seite des FC Bayern darf ich als mustergültig bezeichnen“, freute sich auch Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge über die wirtschaftlichen Ergebnisse des vergangenen Geschäftsjahres. Karl Hopfner merkte an, dass der FCB auch für die Zukunft „wirtschaftlich bestens aufgestellt“ ist. Auch für das laufende Geschäftsjahr ist Hopfner „zuversichtlich“, dass bei entsprechendem sportlichem Erfolg der Profi-Mannschaft wieder ein positives Ergebnis erzielt werden kann.

Bestens bestellt ist es nach wie vor auch um den FC Bayern München e.V., der 81,8 Prozent der Anteile an der AG hält. Wie der erste Vizepräsident Dr. Fritz Scherer berichtete, verzeichnete der e.V: im zurückliegenden Geschäftsjahr einen Gewinn in Höhe von 900.000 Euro, das Eigenkapital beträgt 52,5 Millionen Euro. „Wir sind ein wirtschaftlich gesunder Verein“, sagte Scherer. Weitere Bestmarken verkündete Uli Hoeneß: Mittlerweile zählt der Verein 171.345 Mitglieder sowie 2.952 Fanclubs mit 204.235 Fanclub-Mitgliedern. „Das ist eine unglaubliche Zahl. Wir sind stolz darauf.“

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