präsentiert von
Menü
'Ein richtiger Knaller'

FCB fiebert Spitzenspiel gegen BVB entgegen

Die meisten Punkte (28). Die meisten Siege (9). Die meisten Tore (32). Die wenigsten Gegentore (4). Etwas mehr als ein Drittel der Bundesliga-Saison 2011/12 ist gespielt - und der FC Bayern führt derzeit nahezu alle Ranglisten an. Gefolgt von Borussia Dortmund (23 Punkte, 7 Siege, 26 Tore, 9 Gegentore.), dem letztjährigen Deutschen Meister und nächsten Gegner des FC Bayern am Samstag (18.30) in der Allianz Arena. „Das wird ein richtiger Knaller, ein Kräftemessen“, fiebert nicht nur Jupp Heynckes dem Spitzenspiel entgegen.

Nur ungern erinnern sich die Fans des FCB an vergangene Saison zurück. Mit 1:3 mussten sich die Münchner dem späteren Titelträger vor heimischem Publikum geschlagen geben. „Da hatten wir nicht unseren besten Tag“, erinnerte sich Bastian Schweinsteiger, der am Samstagabend auf Grund seines Schlüsselbeinbruchs nur auf der Tribüne sitzen wird.

Die für den deutschen Rekordmeister enttäuschende Partie ist mittlerweile vergessen, die Vorzeichen sind nun andere. Ein Bayern-Sieg - und der Vorsprung auf den BVB würde bereits acht Punkte betragen. Beim letzten Aufeinandertreffen waren es die Bayern, die den Borussen hinterherhecheln mussten. „Dortmund hat in der letzten Saison super gespielt und dominiert, aber in dieser Saison ist der FC Bayern eine andere Mannschaft“, betonte Heynckes.

Eine Mannschaft, die Heynckes geformt hat. Eine Mannschaft, die defensiv fast nichts zulässt und offensiv in netter Regelmäßigkeit Offensivfeuerwerke abbrennt. Auch gegen den BVB, der seit sechs Spielen ungeschlagen ist, will Heynckes die gewohnte Spielphilosophie durchboxen: „Wir müssen all das zeigen, was uns zuletzt so stark gemacht hat.“ Denn: Dieses Gipfeltreffen, so der 66-Jährige, sei „richtungsweisend für die nächsten Wochen“. Sportdirektor Christian Nerlinger weiß: „Dortmund ist wohl unser ärgster Titelrivale.“

Robben zurück im Kader

Vermutlich wird der FCB am Samstag erstmals in der Bundesliga auf ein Team treffen, das versuchen wird, ein Pressing in der Allianz Arena aufzuziehen. „Sie haben großes Offensivpotential und werden ihren Spielstil gegen uns nicht ändern“, vermutete Heynckes. Doch der FCB tankte in den vergangenen Wochen genug Selbstvertrauen, um auch diese schwierige Aufgabe zu meistern. Man werde gewinnen, „wenn wir an unser Maximum gehen“, ist sich Torjäger Mario Gomez sicher.

Zumal Heynckes personell - mit Ausnahme von Schweinsteiger, Rekonvaleszent Breno und dem gesperrten Anatoliy Tymoshchuk - aus dem Vollen schöpfen kann. Das heißt: Arjen Robben wird nach langer Verletzungspause erstmals wieder im Kader des Tabellenführers stehen. „Ich bin froh, dass seine Leidenszeit zu Ende ist“, erklärte Heynckes. Robben habe im Training „gut gearbeitet“ und sei „motiviert“ für ein Comeback. Gomez fügte an: „Durch ihn haben wir eine Waffe in der Hinterhand. Gut für uns, schlecht für Dortmund. Mit ihm sind wir noch besser.“

Klopp mit viel Selbstbewusstsein

Psychologisch dürfte die Rückkehr des niederländischen Flügelflitzers dem FCB einen zusätzlichen Schub verpassen. „Er bereichert unser Spiel. Gerade jetzt, wo Schweinsteiger ausfällt“, weiß Heynckes. Sein Gegenüber, BVB-Coach Jürgen Klopp, zeigte sich zwar beeindruckt von den jüngsten Leistungen der Bayern, vorher klein bei geben werden die Borussen aber keinesfalls: „Bislang sind die Bayern sehr dominant. Aber sie haben auch noch nicht gegen uns gespielt“, erklärte er selbstbewusst, fügte aber an: „Keine Mannschaft auf der Welt fährt nach München und denkt sich: Diese drei Punkte haben wir schon im Sack.“

Weitere Inhalte