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Nach Durchmarsch in der 'Horrorgruppe'

FCB kann sich jetzt auf die Liga konzentrieren

„Wahnsinn!“, sagte Philipp Lahm. „Das ist der Hammer!“, fand Franck Ribéry. Nach der Auslosung der Champions-League-Gruppen Ende August waren sich alle einig: Der FC Bayern war in einer „Todesgruppe“ gelandet. Drei Monate später hat der FC Bayern diese Gruppe nicht nur überlebt, sondern zog sogar vorzeitig als Gruppensieger ins Achtelfinale ein. Das einhellige Urteil: „Das ist eine Riesenleistung!“ (Christian Nerlinger)

Der FCB-Sportdirektor war nicht der Einzige, der den Bayern nach dem 3:1 (2:0)-Erfolg gegen den FC Villarreal am Dienstagabend ein „Riesenkompliment“ aussprach. „Ich habe natürlich gehofft, dass wir das schaffen. Aber dass es in einer so schweren Gruppe so souverän passieren würde, war nicht zu erwarten“, freute sich Uli Hoeneß. Jupp Heynckes sagte: „Es war eine sehr schwere Gruppe mit Mannschaften aus den vier besten Ligen Europas und wir haben souverän den Durchmarsch geschafft.“

Mit dem vierten Sieg im fünften Gruppenspiel und 13 von 15 möglichen Punkten ist dem deutschen Rekordmeister Platz eins und das Weiterkommen bereits vor der abschließenden Partie bei Manchester City (7. Dezember) nicht mehr zu nehmen. „Das erspart uns vor Weihnachten den Nervenkitzel“, freute sich Rummenigge über die Vorentscheidung. „Wir sind stolz und froh“, sagte Mario Gomez.

Doppelpack von Ribéry

Dem FCB-Stürmer gelang am Dienstag gegen Villarreal sein sechster Champions-League-Treffer in dieser Saison (23. Minute). Zuvor hatte Franck Ribéry früh das 1:0 erzielt (3.), in der zweiten Halbzeit sorgte der französische Wirbelwind auch für den Endstand (69.). Einziger Schönheitsfehler an einem fast perfekten Abend vor 66.000 Zuschauern in der Allianz Arena war der Anschlusstreffer der ansonsten harmlosen Spanier durch Jonathan de Guzmán (50.).

„Meine Mannschaft hat das Ganze sehr professionell und souverän bestritten“, war Heynckes nach dem Schlusspfiff sehr zufrieden mit der wieder einmal starken Leistung seiner Mannschaft in der Königsklasse. „Es ist aller Ehren wert, wie wir bisher in der Champions League aufgetreten sind. Wir hatten kein schlechtes Spiel dabei“, fand Toni Kroos. „Wir können richtig zufrieden sein“, meinte Arjen Robben, „heute waren wir dominant. Wenn wir ein wenig konsequenter gewesen wären, wäre der Sieg auch höher ausgefallen.“

'Wollten eine Trotzreaktion zeigen'

„Wir wollten nach der Niederlage gegen Dortmund eine Trotzreaktion zeigen. Das haben wir getan“, sagte Kroos. Gleichzeitig sicherten sich die Münchner eine gute Ausgangssituation für die Achtelfinal-Auslosung am 16. Dezember. Als Gruppenerster vermeide man „ein paar Brocken“, meinte Philipp Lahm mit Blick auf andere bereits feststehende Gruppensieger wie Real Madrid oder Inter Mailand. „Der erste Platz ist ein Riesenvorteil“, betonte Nerlinger.

Auch für die heimische Liga. „Wir können uns jetzt voll auf die Bundesliga konzentrieren“, erklärte Gomez. „Wir müssen die Hoffnungen der Konkurrenten im Keim ersticken und im nächsten Ligaspiel zeigen, dass wir weiter vornewegmarschieren“, forderte Kroos. Am Sonntag (17.30 Uhr) gastiert der FCB in Mainz. Es ist das erste von noch vier Ligaspielen bis zur Winterpause. Dann will der Rekordmeister auch in der Bundesliga weiter da stehen, wo er sich jetzt in seiner Champions-League-„Horrorgruppe“ festsetzte: auf Platz eins.

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