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FCB in Mainz gefordert

Kämpfen, siegen, Platz eins verteidigen

Die Preußen haben vorgelegt, jetzt wollen die Bayern nachziehen. Die Borussia (Lateinisch für Preußen) aus Mönchengladbach (3:0 gegen Köln) und Dortmund (2:0 gegen Schalke) hat den FC Bayern in der Tabelle überholt, punktgleich führen beide zumindest vorübergehend die Bundesliga an. Diese Spitzenposition will der FCB am Sonntag (17.30 Uhr, live im Ticker und im FCB.tv-Webradio) mit einem Sieg beim 1. FSV Mainz 05 zurückerobern und den alten Zwei-Punkte-Vorsprung auf die Verfolger wiederherstellen.

„Wir müssen gewinnen, am besten alle verbleibenden vier Spiele in der Bundesliga bis zur Winterpause“, forderte Franck Ribéry zwölf Punkte und Platz eins bis Weihnachten. Christian Nerlinger sagte im FCB.tv-Interview: „Wir wollen uns die Herbstmeisterschaft im Endspurt sichern. Dafür dürfen wir uns keine Ausrutscher mehr erlauben.“ Drei Punkte in Mainz sind also Pflicht.

Und Jupp Heynckes? Dem Rekordtorschützen der Gladbacher Borussia (195 Tore) bedeutet der Herbstmeistertitel „nicht allzu viel“, wie er erzählte. „Aber natürlich wollen wir bis zur Winterpause weiter erfolgreich Fußball spielen“, sagte der FCB-Chefcoach. Wenn man dann auf Platz eins ins neue Jahr ginge, bedeute dies, „dass man einen gewissen Punktevorsprung hat.“ Und den würde Heynckes natürlich gerne mitnehmen.

'Voll dagegenhalten'

Zumindest also die zwei Zähler, mit denen der FC Bayern aktuell die Bundesligatabelle anführt und die es jetzt in Mainz zu verteidigen gilt. „Unsere Devise muss sein, nicht nur guten Fußball zu spielen, sondern auch kämpferisch voll dagegenzuhalten“, stimmte Heynckes sein Team auf ein hartes Stück Arbeit in der neuen Coface Arena ein. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass die Mainzer über ihre Verhältnisse spielen, dass sie 110 Prozent abrufen.“

Man darf den Tabellen-15. also auf keinen Fall unterschätzen. „Die Mainzer Mannschaft ist viel besser, als sie derzeit steht. Sie haben viele Spiele sehr unglücklich verloren“, warnte Heynckes und hob die Spielorganisation, das Pressing und die Laufstärke der Gastgeber hervor. „Wir wissen, dass wir eine erstklassige Leistung abliefern müssen, um dort Punkte zu holen.“ So wie am vergangenen Dienstag, als die Bayern in der Champions League den FC Villarreal mit 3:1 besiegten und vorzeitig den Gruppensieg perfekt machten.

Die Qual der Wahl

Während der FCB also eine englische Woche bestreitet, sind die Mainzer seit drei Wochen ohne Pflichtspielpraxis, nachdem am letzten Wochenende das Spiel in Köln ausfiel. Zuvor war Länderspielpause. „Ich glaube aber nicht, dass das für Mainz ein Nachteil ist“, meinte Heynckes, der am Sonntag unter anderem wieder auf Anatoliy Tymoshchuk (Rot-Sperre) und Bastian Schweinsteiger (Schlüsselbeinbruch) verzichten muss. In der Offensive hat er hingegen mit Ribéry, Arjen Robben, Thomas Müller und Toni Kroos die Qual der Wahl.

Personalsorgen hat Mainz-Trainer Thomas Tuchel (im Bild). Eugen Polanski fehlt Rot-gesperrt, Kapitän Nikolce Noveski (Oberschenkelverhärtung) und Jan Kirchhoff (Knieprellung) sind fraglich. Dennoch freut er sich auf das Duell mit dem FCB. „Das ist eine Aufgabe, an der man wachsen kann“, sagte Tuchel, „auch ein individuell besser besetztes Team kann ein Spiel verlieren.“ Nerlinger weiß, was den FCB in Mainz erwartet: „Es wird ein schweres Spiel.“

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