präsentiert von
Menü
Zu Gast in München

Napoli will Historisches schaffen

Nein, der SSC Neapel hat nicht auf die Reise zum Champions-League-Auswärtsspiel nach München verzichtet, auch wenn die Vorzeichen für den Tabellen-Fünften der italienischen Serie A alles andere als günstig stehen. Von den letzten fünf Pflichtspielen hat der Dritte der vergangenen Saison nur eines gewonnen (2:0 gegen Udinese Calcio), auf deutschem Boden gelang dem UEFA-Pokalsieger von 1989 in fünf Gastspielen noch nicht ein Sieg. Was also spricht am Mittwochabend in der Allianz Arena für Napoli?

Zum einen die misslungene Generalprobe der Süditaliener am vergangenen Wochenende beim 1:2 gegen Catania Calcio. Denn vor den vier Partien in der europäischen Königsklasse verlor der SSC Neapel in der heimischen Liga drei Mal. In der Gruppe A der Champions League dagegen sind die Italiener noch ungeschlagen, ein Sieg und zwei Remis - zuletzt das 1:1 vor zwei Wochen im Stadio San Paolo gegen den FC Bayern - stehen für das Team von Trainer Walter Mazzarri zu Buche.

Zum anderen das Wissen der Spieler und Verantwortlichen aus Neapel um ihre Außenseiterchance. Und dass sie mit einem Erfolg in München den deutschen Rekordmeister überholen und damit einen großen Schritt in Richtung Achtelfinale machen könnten. „Wenn wir die Gruppenphase überstehen, wäre es etwas Historisches und Außergewöhnliches“, erklärte Mazzarri am Dienstagabend vor dem Abschlusstraining seiner Mannschaft in der Allianz Arena.

„Wir wollen versuchen, unser Spiel aufzuziehen und auf Sieg zu spielen“, kündigte Mazzarri an, wohl wissend, dass die Ausgangssituation für sein Team, das normalerweise einen für italienische Mannschaften untypisch offensiv ausgerichteten Fußball spielt, alles andere als einfach ist. „Wir müssen hoffen, dass die Bayern keinen guten Tag erwischen und wir alles herausholen, um ein positives Resultat zu erzielen.“

Frühen Rückstand vermeiden

Erstes Ziel müsse es sein, die Partie offen zu gestalten, betonte Torwart Morgan de Sanctis, im Hinspiel mit einem gehaltenen Handelfmeter und weiteren guten Paraden Garant für den Punktgewinn der Neapolitaner. „Hoffentlich gibt es keinen schnellen Rückstand. Wir wissen, dass der FC Bayern immer stark anfängt. Wir können uns von Beginn an keinen Fehler erlauben“, betonte de Sanctis und verwies dabei auf den frühen Münchner Führungstreffer durch Toni Kroos beim 1:1 in Neapel.

Ein großes Handicap für Neapel stellt das Fehlen des gesperrten Abwehrchefs Paolo Cannavaro dar. Für den Italiener soll Federico Fernandez in die Innenverteidigung rücken. „Ich halte große Stücke auf ihn“, äußerte Mazzarri über den jungen Argentinier. Neben Cannavaro fehlen auch die verletzten Walter Gargano, Miguel Angel Britos und Marco Donadel, zudem ist der Einsatz von Goran Pandev fraglich. „Er wird nur spielen, wenn er bei hundert Prozent ist“, kündigte Mazzarri an.

Bis zur letzten Sekunde kämpfen

„Bayern ist eine sehr starke Mannschaft, während wir gerade nicht in Top-Form sind“, sagte Neapels Club-Präsident Aurelio De Laurentiis vor der Reise in die bayrische Landeshauptstadt. Dennoch versprach der bekannte Filmproduzent vollen Einsatz aller Spieler im himmelblauen Trikot. „Wir wollen in München bis zur letzten Sekunde kämpfen.“

Neapels 20-Mann-Kader für das Spiel in München:
De Sanctis, Rosati, Colombo, Aronica, Campagnaro, Fernandez, Fideleff, Grava, Dossena, Dzemaili, Hamsik, Inler, Maggio, Zuniga, Cavani, Lavezzi, Mascara, Pandev, Santana, Ammendola

Weitere Inhalte