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Der Vollstrecker und sein Vorbereiter

Ribéry und Kroos sorgen für Offensiv-Highlights

Es war keine leichte Entscheidung, die die UEFA zu fällen hatte. Franck Ribéry? Oder doch Toni Kroos? Zwei Tore und jede Menge Zauberfußball oder zwei Assists und zahlreiche Traumpässe? Schließlich wurde es der deutsche Nationalspieler Kroos, der nach dem 3:1-Sieg des FC Bayern gegen den FC Villarreal zum Man of the match gewählt wurde. „Ein schöner Nebeneffekt. Für Franck hat es wohl nicht ganz gereicht“, scherzte Kroos in die Kameras.

Die UEFA musste sich für einen der beiden Protagonisten entscheiden. Die Fans nicht. Sie bejubelten Ribéry und Kroos - genau wie den Rest der überzeugenden Bayern-Mannschaft. Linksaußen Ribéry und Spielmacher Kroos waren es allerdings, die gegen die Spanier am Dienstagabend für einen Großteil der Offensiv-Höhepunkte sorgten. Das 1:0 bereitete Kroos mustergültig für Ribéry vor, das 2:0 durch Mario Gomez leitete Kroos ein. Und beim dritten Tor servierte Kroos seinem französischen Teamkollegen erneut den Ball auf dem Silbertablett, der verwandelte eiskalt.

Kroos ist aktuell zusammen mit Benficas Nicolas Gaitan (je vier Assists) bester Vorlagengeber der europäischen Königsklasse. „Toni spielt super Pässe“, lobte Ribéry am Mittwoch. Und der Franzose selbst erzielte zum dritten Mal in der Champions-League-Historie zwei oder mehr Tore. Neben seinen Qualitäten als Vorbereiter wird Rib nun auch noch zum Vollstrecker. „Ich fühle mich so stark wie zu meiner Anfangszeit hier“, erklärte er einen Tag später.

Diese wiedergewonnene Stärke demonstrierte Ribéry durch eine kurze, knackige Liegestützeinheit beim Torjubel. Drei Mal pumpte der Franzose seinen muskelbepackten Oberkörper runter und wieder hoch. Die Erklärung für diese außergewöhnliche Aktion: „Ich habe schon vor dem Spiel meinem Bruder gesagt: Wenn ich ein Tor mache, mache ich Liegestütz für ihn.“

Ribéry hat ein 'gutes Gefühl'

Die Fans fanden wieder einmal Gefallen am kleinen, flinken Franzosen. Beinahe hätte Ribéry seine starke Leistung mit einem Seitfallzieher-Tor noch gekrönt. „Das war ein Klasse-Spiel von Franck. Er war immer für Überraschungen gut“, analysierte Mario Gomez. Ribéry selbst bleibt bescheiden. „Froh und glücklich“ sei er über seine Leistung, die die 66.000 Zuschauer in der Allianz Arena mit Standing Ovations honorierten. Für genau diese Momente spiele er Fußball, sagte der 28-Jährige. „Ich habe derzeit ein sehr gutes Gefühl.“

Kroos geht es ähnlich. Seine Leistungen: Konstant gut. Gegen Villarreal kehrte er auf die Zehn zurück, nachdem er gegen den BVB von Jupp Heynckes auf die Sechs beordert worden war. „Auf der Zehn ist man an mehr Offensivaktionen beteiligt, kommt ganz vorne rein in den Strafraum“, erklärte der Nationalspieler. Wo er schließlich aufgestellt werde, mache für ihn aber keinen großen Unterschied: „Auch auf der defensiveren Position spiele ich wirklich gerne.“

In Manchester 'will man gewinnen'

Es bleibt abzuwarten, wo Heynckes seinen Schützling im nächsten Spiel beim FSV Mainz am Sonntag hinbeordert. Dass sowohl Ribéry als auch Kroos wieder gemeinsam in der Startelf stehen werden, ist wahrscheinlich. Es geht schließlich um Platz eins in der Bundesliga. International bleibt den Münchnern bis zum Achtelfinale im Februar erst einmal etwas Zeit zum Durchschnaufen.

Der Gruppensieg ist bereits vor der abschließenden Partie bei ManCity unter Dach und Fach. Für Kroos steht dennoch fest: „Ein Spiel gegen City - einer der besten Teams des Welt - schenkt man nicht ab. Das will man gewinnen!“ Wer dann wohl Man of the match wird?

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