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Schulter okay, Tribüne schmerzt

Schweinsteiger: 'Wir sind qualitativ besser'

Keine Sorge! Bastian Schweinsteiger ist nicht abgemagert, er ist ordentlich angezogen und auch die Frisur sitzt. Seit zwei Wochen kann er seinen rechten Arm nicht benutzen und das habe ihn vor „ein paar Probleme“ gestellt, erzählte er. „Weil ich Rechtshänder bin.“ Bei Alltäglichem wie essen, anziehen oder frisieren war er daher zum Teil auf Hilfe angewiesen. Aber nicht mehr lange. Denn am Mittwoch machte Schweinsteiger den ersten Schritt Richtung Comeback.

Am Nachmittag wurden an seiner lädierten Schulter (Schlüsselbeinbruch) die Fäden gezogen, auch die Schlinge kann er jetzt ablegen. Nach einem Gespräch mit dem Arzt hofft er, erste Reha-Übungen machen zu können. Insgesamt sei die Genesung bislang nach Plan gelaufen. „Ich hatte nach der OP fast gar keine Schmerzen“, berichtete er, „es geht mir ganz gut.“

Schmerzen weg, Fäden weg, Schlinge weg. Für immer behalten wird Schweinsteiger von seiner Verletzung im Champions-League-Spiel gegen Neapel aber eine circa 15 Zentimeter lange Narbe („Die ist ziemlich lang.“). Und vorübergehend auch eine Platte, die ihm in einer Operation eingesetzt wurde. Erst in einem Jahr soll sie wieder entfernt werden, erzählte der 27-Jährige.

Daumen drücken gegen Dortmund

Dann will der Vizekapitän des FC Bayern natürlich längst wieder Fußball spielen. Für ein Comeback noch in diesem Jahr wird es zwar nicht mehr reichen, doch pünktlich zum Beginn der Rückrunde im Januar soll Schweinsteiger wieder einsatzfähig sein. Solange drückt er der Mannschaft auf der Tribüne die Daumen, auch wenn es schwer fällt. „Von oben sieht man Dinge viel leichter als auf dem Platz, du kannst aber nicht mitwirken. Das tut weh“, sagte er.

Besonders am Samstag beim Spitzenspiel gegen Dortmund würde Schweinsteiger natürlich am liebsten selbst auf dem Platz stehen. „Dortmund ist der härteste Konkurrent“, meinte er hinsichtlich des Titelrennens in der Bundesliga. Beim Duell in der Allianz Arena rechnet der 27-Jährige damit, „dass es eng wird. Aber ich gehe davon aus, dass wir alles in dieses Spiel hineinwerfen und gewinnen werden. Dann hätten wir einen großen Schritt gemacht.“

'Wir sind besser'

Schweinsteiger erwartet nach vorne ausgerichtete Dortmunder. „Sie werden sich nicht hinten reinstellen. Dafür haben sie auch nicht die Spieler.“ Die Tabellensituation - mit einem Sieg könnte der FCB dem BVB auf acht Punkte enteilen - werde ihr Übriges dazu beitragen, die laufstarken Gäste zu einer Höchstleistung anzutreiben, glaubt der 260-fache Bundesligaspieler, der besonders vor der „sehr guten Offensive“ Dortmunds um Kagawa, Lewandowski und Götze warnte.

Bei allem Respekt vor der Borussia, Schweinsteiger ist überzeugt, „dass wir qualitativ besser sind als Dortmund. Wir müssen einfach versuchen, unsere Qualität abzurufen. Wenn wir das tun, wird es auch für Dortmund schwer sein, uns zu stoppen.“ Schweinsteiger will am Samstag auf der Tribüne jubeln. Ohne Arm-Schlinge ist er auch wieder in der Lage, kräftig zu applaudieren.

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