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Neuers Ziel in Mainz

'Unbedingt wieder zu null spielen'

Fünf Gegentore in 13 Spielen. Nein, der FC Bayern glänzt in dieser Saison nicht nur offensiv. Auch defensiv bringt der deutsche Rekordmeister seine Gegner regelmäßig zur Verzweiflung. Unter anderem dank Manuel Neuer, der Nummer eins des FC Bayern. In Augsburg rettete der deutsche Nationaltorhüter den Münchnern kurz vor Schluss mit einer Riesenparade den Sieg, und auch gegen den BVB sowie den FC Villarreal glänzte er in Eins-gegen-eins-Situationen.

„Es zeichnet ihn aus, dass er in den seltenen Momenten, in denen die Gegner eine Tor-Möglichkeit haben, hervorragend pariert“, lobte Jupp Heynckes seinen Schlussmann am Freitag. Es war vielleicht die größte Umstellung, die Neuer seit seinem Wechsel aus Gelsenkirchen nach München zu bewältigen hatte: Vom Torhüter, der pro Spiel zahlreiche Gelegenheiten hatte, sich auszuzeichnen, zum Torhüter, der in den wenigen, entscheidenden Situationen zur Stelle sein muss.

In der Öffentlichkeit gingen Neuers Leistungen in den vergangenen Wochen teilweise unter. Seinem Trainer Heynckes entgeht selbstverständlich nichts. Immer wieder habe er in der Spielanalyse vor den Teamkollegen Neuers Aktionen hervorgehoben. „Wie er mitspielt, wie er Bälle abfängt, wie er das Spiel schnell macht - das ist schon außergewöhnlich“, sagte der 66-Jährige. Und genau deswegen ist er „einer der besten Torhüter der Welt“.

Schon im ersten Jahr beim FC Bayern stellte Neuer einen Vereinsrekord auf. 1.147 Pflichtspielminuten war er ohne Gegentor geblieben, bis die Serie Mitte Oktober in Neapel riss. Auch in der Folge präsentierten sich die Münchner im Defensivverhalten äußerst stabil. Es fällt allerdings auf: Vier der fünf Bundesliga-Gegentore bekam der FCB in den letzten vier Partien (2 in Hannover, 1 in Augsburg, 1 gegen Dortmund). Auch gegen Neapel (3:2) und Villarreal (3:1) stand nicht die Null.

Keine Zeit für Pressing-Übungen

Heynckes hat eine plausible Erklärung dafür: Die permanenten englischen Wochen lassen intensive Trainingseinheiten kaum zu! „Wir mussten eher auf Regeneration setzen und konnten beispielsweise unsere Pressing-Übungen nicht durchführen“, berichtete der Chefcoach. Darunter leide das Defensivverhalten der gesamten Mannschaft etwas. Heynckes: „Hinter dem Fußball, den wir gespielt haben, steckte viel Arbeit.“

Im Auswärtsspiel beim FSV Mainz 05 am Sonntag wolle man nun „unbedingt wieder zu null spielen“, berichtete Neuer in einer Medienrunde am Freitag. Darauf werde das Augenmerk liegen. Das bestätigte auch Heynckes, der hofft, „dass wir gegen Mainz noch weniger zulassen als zuletzt“.

Neuer in Mainz unbezwingbar

Das wäre die halbe Miete. Denn offensiv trifft die starke Offensiv-Abteilung um Mario Gomez, Franck Ribéry, Toni Kroos, Thomas Müller und Arjen Robben fast immer ins Schwarze. Und die Aussichten auf einen Zu-Null-Sieg stehen gut: In einem Bundesligaspiel hat Neuer in Mainz noch nie in seiner Karriere hinter sich greifen müssen.

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