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Kein Jubel, kein Schlaf

Van Buyten trifft doppelt und ärgert sich

Eigentlich hätte es eine runde Geschichte für Daniel van Buyten werden können. Sieben Jahre zuvor (August 2004) war ihm in Mainz sein erster Bundesligatreffer gelungen, jetzt schnürte er dort zum ersten Mal einen Doppelpack im deutschen Fußball-Oberhaus. 15 Mal war er in dieser Saison bis zum Spiel in Mainz auf dem Platz gestanden, nie hatte der FC Bayern verloren. „Die Fakten sprachen für mich“, stellte Daniel van Buyten am Tag danach fest. Am Tag, an dem Fakt ist: Die Glücksbringer-Serie des Belgiers ist vorbei. Der FCB verlor in Mainz mit 2:3, gab die Tabellenführung ab - und Van Buyten hatte eine schlaflose Nacht.

Eine Szene aus der dritten Minute der Nachspielzeit ging dem Belgier nicht aus dem Kopf. Thomas Müller war am Mainzer Schlussmann Christian Wetklo gescheitert, der Abpraller landete bei Van Buyten, der den Ball aber aus elf Metern diesmal nicht in, sondern knapp neben das Tor schoss. „Das hat mich genervt“, erzählte der torgefährliche FCB-Innenverteidiger am Montag, „ich konnte deswegen letzte Nacht nicht schlafen.“

'Nur Wut, keine Freude'

Van Buytens Frust war groß. Er ärgerte sich über diese vergebene Chance zum Ausgleich, der dem FC Bayern auch die Tabellenführung gerettet hätte. Er ärgerte sich über die Leistung der gesamten Mannschaft. Nach seinen beiden Treffern - einmal per Kopf (56. Minute), einmal per Fuß (79.), beide vorbereitet durch einen Freistoß von Toni Kroos - konnte er kaum jubeln. „Ich habe keine Freude, sondern nur Wut rausbekommen“, berichtete er.

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