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Duell der Torjäger

Bayern gegen Köln oder Gomez vs. Podolski

In der Nationalmannschaft sind sie Kollegen, im Rennen um die Torjägerkanone Konkurrenten, am Freitagabend treffen sie in der Allianz Arena direkt aufeinander: Mario Gomez, amtierender Torschützenkönig und mit 15 Treffern schon wieder Führender der Bundesliga-Torschützenliste, und Lukas Podolski, der nur ein Tor weniger auf dem Konto hat und wie Gomez die beste Hinrunde seiner Karriere spielt.

„Das überrascht mich nicht“, sagte Manuel Neuer über den Kölner Torjäger, „ich weiß aus dem Training bei der Nationalmannschaft, wie das ist, wenn er die Chance bekommt und den Ball auf seinem linken Fuß liegen hat. Dann ist er ein sehr guter Schütze.“ Das bewies Poldi, der von 2006 bis 2009 das Trikot des FC Bayern trug (16 Tore in 71 Ligaspielen), erst am Dienstag wieder, als er im Nachholspiel gegen Mainz kurz vor Schluss mit einem Distanzschuss den 1:1-Ausgleich für Köln erzielte.

Insgesamt erzielte Podolski bislang mehr als die Hälfte aller Kölner Bundesliga-Tore in dieser Saison (14 von 27), fünf weitere Treffer bereitete er vor - der 26-Jährige ist im Moment die Lebensversicherung für sein Team. „Es ist wichtig für uns, dass wir ihn am Freitag in den Griff bekommen“, meinte Neuer und verwies auf die Konterstärke der Geißböcke. Man dürfe Podolski nie aus den Augen lassen. „Er ist ein schneller Spieler, mit und ohne Ball.“

Poldi in München unbesiegt

Podolski selbst, der laut Kölns Trainer Stale Solbakken zurzeit „den besten Fußball seiner Karriere“ spielt, ist voller Vorfreude auf das Duell mit Bayern. „Ich freue mich auf die Kollegen aus der Nationalmannschaft und aus der früheren Zeit“, sagte der Kölner Publikumsliebling, der in München mit seinem FC noch nie verloren hat (vier Remis). „Wir werden versuchen, wie in den letzten Jahren, die Bayern ein bisschen zu ärgern“, kündigte er an, wohlwissend, „dass Bayern München die beste Mannschaft der Bundesliga ist“.

Noch nie zuvor hat Podolski in einer Saison 14 Treffer erzielt. Doch dieser persönliche Torrekord, noch dazu so früh in der Saison, sei ihm „nicht so wichtig“, versicherte Prinz Poldi, „ich versuche einfach Spaß zu haben und meine Leistung zu bringen.“ Gleiches hört man von FCB-Torjäger Mario Gomez. Der 26-Jährige erzielte sowohl in der Bundesliga als auch in der Champions League durchschnittlich ein Tor pro Einsatz, in beiden Wettbewerben führt er die Torschützenliste an.

Der 'Kaiser' zieht den Hut

„Mario ist nicht umsonst Stürmer Nummer eins beim FC Bayern. Seine Statistik ist sehr beeindruckend“, sagte Thomas Müller. Auch Franz Beckenbauer zog den Hut vor dem 26-Jährigen: „Ich habe ihn lange nicht so gut gesehen.“ 31 Ligatore gelangen Gomez saisonübergreifend im Jahr 2011. Zählt man seine Treffer in Champions League, DFB-Pokal und Nationalmannschaft hinzu, kommt er auf 49 Tore. Gegen Köln könnte er die 50 voll machen.

Die vielen Lobeshymnen auf seine Person weiß Gomez einzuordnen. „Dieses Gerede interessiert mich nicht so. Wenn ich zwei Wochen nicht treffe, dann wird mir gleich eine kleine Krise eingeredet. Wenn ich dann wieder treffe, breche ich gleich den Rekord von Gerd Müller“, meinte er. Der Bayern-TORero lässt sich nicht aus der Ruhe bringen: „Im Moment läuft es ganz gut. Ich stehe in einer sehr guten Mannschaft ganz vorne. Tore zu schießen, ist mein Job.“

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