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Martin Harnik im Interview

'Bayern so stark wie selten zuvor'

Stuttgart gegen Bayern. In der vergangenen Saison gab es für den VfB Stuttgart in den beiden Heimspielen in der Bundesliga und im DFB-Pokal nichts zu holen. Einmal triumphierten die Bayern mit 5:3, das andere Mal gar mit 6:3. Damals in beiden Partien mit dabei: Martin Harnik. Dem österreichischen Nationalspieler und Landsmann von Bayerns David Alaba gelang in Spiel eins sogar ein Doppelpack gegen den FCB.

Auch in dieser Saison präsentierte sich Harnik als treffsicher, mit sechs Saisontoren ist der 24-Jährige Toptorschütze des VfB Stuttgart. Im Interview mit fcbayern.de spricht Harnik über seine Erwartungen an das Süd-Derby und seine persönliche Entwicklung.

Das Interview mit Martin Harnik:

fcbayern.de: Martin, am Sonntag steigt mal wieder das Süd-Derby. Was macht den Reiz dieses Duells aus?
Harnik: „Es ist ein Duell mit großer Tradition und für unsere Fans immer wieder etwas Besonderes. Bayern München ist eine europäische Top-Mannschaft, gegen die sich jedes Team beweisen möchte, auch wir.“

fcbayern.de: Der FC Bayern musste in dieser Woche nach Manchester reisen. Auch wenn dort einige Stars nicht gespielt haben - könnte es ein kleiner Vorteil für Euch sein, dass Ihr Euch die ganze Woche auf das Spiel am Sonntag vorbereiten konntet?
Harnik: „Der FC Bayern besitzt einen großen und qualitativ hochwertig besetzten Kader. Sicherlich wurden Stammkräfte geschont, doch selbst wenn alle diese Spieler aufgelaufen wären, so wäre eine Mannschaft wie Bayern München erfahren genug damit umzugehen, um auch wenige Tage später wieder eine Topleistung abzurufen.“

fcbayern.de: Ihr habt nur eines der vergangenen sechs Bundesliga-Spiele gewonnen. Warum kommt der VfB derzeit nicht so richtig in Fahrt?
Harnik: „Uns fehlt noch ein wenig die Konstanz und die Souveränität, Spiele, die wir bereits in der Hand haben, auch sicher nach Hause zu bringen. So haben wir Punkte verschenkt und uns um eine bessere Tabellenposition gebracht. Es gilt nun weiter an der Stabilität zu arbeiten. Ein positives Resultat gegen Bayern würde da sicher helfen.“

fcbayern.de: In der vergangenen Saison gab es zwei deutliche Heimniederlagen in der Bundesliga (3:5) und im DFB-Pokal (3:6) gegen den FCB. Keine besonders schönen Erinnerungen oder?
Harnik: „Es sind nicht die Erinnerungen an dieses Spiel, sondern die Erinnerungen an die gesamte Situation damals, die nicht schön sind. Doch daraus haben wir uns befreit und gehen unter anderen Voraussetzungen in dieses Duell. Positiv war damals, dass wir jeweils drei Treffer erzielt haben. Wenn wir das auch dieses Mal schaffen, dann werden wir das Spiel auch für uns entscheiden.“

fcbayern.de: Was stimmt Dich optimistisch, dass die Bayern am Sonntag nicht so zur Entfaltung kommen?
Harnik: „Wir werden versuchen, unsere Qualitäten in dieses Spiel einzubringen. Die Mannschaft ist heiß auf die Partie und wir müssen von Beginn an dagegenhalten.“

fcbayern.de: Damals gelang Dir aber immerhin ein Doppelpack. In dieser Saison bist Du mit sechs Toren bislang treffsicherster VB-Spieler, dazu hast Du vier Treffer vorbereitet. Ist das aktuell die beste Phase Deiner noch jungen Karriere?
Harnik: „Mit meiner Entwicklung bin ich zufrieden, doch da bin ich hoffentlich noch nicht am Ende. Es gilt vor allem noch an der Zweikampfstärke oder dem Passspiel zu arbeiten, dann folgen sicherlich noch bessere Phasen.“

fcbayern.de: Der FC Bayern hat am vergangenen Spieltag wieder die Tabellenführung übernommen. Wie schätzt Du die Münchner derzeit ein?
Harnik: „Der FC Bayern ist der ganz klare Favorit auf die Meisterschaft, alles andere wäre mehr als eine Sensation. Der Kader ist so stark besetzt, wie selten zuvor.“

fcbayern.de: Am Sonntag begegnest Du Landsmann David Alaba. Wie ist Euer Verhältnis? Hattet Ihr schon Kontakt? Und werdet Ihr Euch vor oder nach dem Spiel auf einen Kaffee treffen?
Harnik: „Mal sehen, ob wir uns noch vor dem Spiel sprechen, auf einen Kaffee wird es sicherlich nicht mehr reichen. David ist ein junger Spieler, der viel Potenzial hat und vor allem durch seine Ausleihe einen großen Schritt gemacht hat.“

Das Interview führte: Nikolai Kube

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