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Gruppenfinale

FCB will auch in Manchester punkten

„Nein“, stellte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge energisch klar, eine Kaffeefahrt sei die Dienstreise des FC Bayern in den Norden Englands nicht. Vielmehr gehe es für den Rekordmeister im letzten Spiel der Champions-League-Gruppenphase bei Manchester City am Mittwochabend (ab 20.30 Uhr im FCB-Liveticker und im Free-Webradio) darum, sich noch einmal „ordentlich zu präsentieren“, wie es Sportdirektor Christian Nerlinger formulierte.

„Wir können grundsätzlich entspannt sein, seit dem letzten Spieltag kann ja nichts mehr anbrennen. Wir sind Erster und haben die Erwartungen in der Champions League bislang total erfüllt. Trotzdem werden wir dort sicherlich nichts abschenken“, meinte Rummenigge am Dienstagmorgen vor der Abreise in München. Zum einen gehe es um „wichtige Punkte in der UEFA-Wertung“, andererseits winken bei einem Sieg 800.000 Euro, „eine schöne Weihnachtsprämie“, wie Rummenigge betonte.

Auch wenn es sportlich für die Bayern im Etihad Stadium um nichts mehr geht – seit dem letzten Spiel steht der FCB als Sieger der Gruppe A fest – wollen sie beim Tabellenführer der englischen Premier League an die guten Leistungen der bisherigen Spiele anknüpfen. Das gebiete schon das „Fairplay gegenüber dem SSC Neapel“ (Rummenigge), der als momentaner Zweiter im Fernduell mit den Engländern noch um den Achtelfinaleinzug kämpft.

„Wir wollen uns keine Wettbewerbsverzerrung nachsagen lassen“, erklärte auch Thomas Müller, „wir werden alles dafür tun, das Spiel nicht zu verlieren.“ Er könne sich nicht vorstellen, dass „wir da mit einer laschen Einstellung reingehen. Natürlich wissen wir alle, dass wir schon qualifiziert sind. Aber es gibt keinen Grund, nachlässig zu sein und einen Meter weniger zu laufen“, so Müller weiter. Kapitän Philipp Lahm meinte: „Wir fahren dorthin, um zu punkten. Wir sind Spitzensportler, da will man jedes Spiel gewinnen.“

„Es ist kein Freundschaftsspiel, dementsprechend konzentriert werden wir das auch angehen“, sagte auch Nerlinger, sprach aber auch von einer „komfortablen Position“ für den FCB. Trainer Jupp Heynckes erwartet auch im sportlich bedeutungslosen letzten Spiel eine Top-Einstellung von seinen Akteuren. „Meine Mannschaft wird sich seriös darstellen und wir werden alles versuchen, um das Spiel zu gewinnen

Gegen den „Meisterschaftsfavoriten Nummer eins“ (Nerlinger) in England muss Heynckes jedoch sein zuletzt siegreiches Team umstellen. Arjen Robben und Toni Kroos mussten die Reise nach Manchester wegen einer Grippe kurzfristig absagen. „Ich hätte es gerne gesehen, wenn Arjen Robben dabei gewesen wäre. Er braucht nach seiner langen Verletzungspause Spiele“, sagte Heynckes, der Robben ursprünglich für die Startelf eingeplant hatte.

Zudem droht der Ausfall von Müller und Mario Gomez, die ebenfalls an Grippesymptomen leiden. Ihr Einsatz entscheidet sich erst nach dem Abschlusstraining am Dienstagabend bzw. am Spieltag selbst. „Ich werde die Mannschaft zwangsläufig auf der einen anderen Position verändern“, kündigte Heynckes an, vor allem der zuletzt gesperrte Anatoliy Tymoshchuk sei nach seiner Sperre „hungrig“ darauf, zu spielen. „Die, die reinkommen, werden sehr motiviert sein“, ist sich Daniel van Buyten sicher.

Für die Engländer ist die Situation vor dem Gruppenfinale klar: Nur mit einem Sieg gegen den FC Bayern können sie ihre Chancen auf das Erreichen der K.o.-Runde wahren. Zeitgleich müssen sie auf einen Ausrutscher des SSC Neapel beim abgeschlagenen Schlusslicht FC Villarreal hoffen. „Da ist noch alles drin, alles machbar“, glaubt Mittelfeldspieler Yaya Touré. Der ehemalige ManCity-Spieler Van Buyten hingegen weiß: „Wir können einen Titelmitfavoriten ausschalten.“

Für fcbayern.de in Manchester: Carsten Zimmermann

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