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'Eine Schippe drauflegen'

FCB will gegen Bremen eine 'Reaktion' zeigen

Jupp Heynckes lebte es seinen Spielern vor. Selbstbewusst und fest entschlossen präsentierte sich der Coach des FC Bayern am Freitagnachmittag in der Pressekonferenz - daran änderte auch der grippale Infekt nichts, der dem 66-Jährigen noch immer zu schaffen macht (Inside: Heynckes sagt Fanklubbesuch ab). Nach zwei Bundesliga-Niederlagen in Folge wollen Heynckes und der FC Bayern am Samstag gegen den direkten Verfolger Werder Bremen (15.30 Uhr, live im Ticker und im FCB.tv-Webradio) zurück in die Erfolgsspur.

„Meine Mannschaft wird nach dem schwachen Spiel in Mainz die entsprechende Reaktion zeigen“, ist sich Heynckes vor dem Nord-Süd-Gipfel sicher. Drei Zähler gegen die Werderaner könnten Goldwert sein, denn im Parallelspiel nehmen sich Spitzenreiter Dortmund und der Tabellenzweite Gladbach gegenseitig die Punkte weg. Mit einem Sieg würde der FCB - aktuell Dritter - an mindestens einem dieser beiden Teams vorbeiziehen.

Heynckes aber legt in der momentanen Situation weniger Wert auf die Tabelle. Die habe erst nach dem 34. Spieltag Aussagekraft. Gegen Bremen komme es darauf an, ein anderes Gesicht als zuletzt zu zeigen. Am besten das aus der Anfangsphase der Saison, als die Münchner offensiv zauberten und defensiv annähernd nichts zuließen. „Wir müssen wieder eine bessere Balance zwischen Defensive und Offensive finden und flüssiger spielen“, erklärte der Bayern-Coach. Er forderte: „Jeder Spieler muss eine Schippe drauflegen.“

Die Basis dafür wurde in dieser Woche im Training gelegt. Am Mittwoch, Donnerstag und Freitag wurde hart geschuftet, vor allem im taktischen Bereich habe man „intensiv“ gearbeitet, berichtete Heynckes. Nationalspieler Holger Badstuber bestätigte: „Wir sind hoch konzentriert. Man merkt die Vorfreude in der Mannschaft. Wir können vieles wieder gut machen.“

Kroos geht es ‚relativ gut‘

Mit welchem Personal die Münchner dies gegen Bremen, das drei der vergangenen vier Bundesliga-Spiele gewann, bewerkstelligen wollen, bleibt abzuwarten. Fest steht nur: Bastian Schweinsteiger (Schlüsselbeinbruch), Rekonvaleszent Breno sowie Anatoliy Tymoshchuk (Rot-Sperre) fehlen. Toni Kroos hingegen, der am Donnerstag nach dem Training mit Grippesymptomen nach Hause geschickt worden war, scheint rechtzeitig fit zu werden.

„Es geht ihm relativ gut. Er sagt, dass er auf jeden Fall spielen kann“, erklärte Heynckes. Ansonsten ließ sich der Trainer nicht in die Karten schauen. Generell sei die personelle Ausrichtung gegen Bremen nicht so wichtig. Stattdessen müsse man wieder als Mannschaft funktionieren. Heynckes: „Dann ist es egal, wie der Gegner heißt. Wir haben genug Klasse.“

Duell der Torjäger: Gomez gegen Pizarro

Die besitzt Bremen auf alle Fälle in der Offensive - mit dem ehemaligen Bayern-Profi Claudio Pizarro. Der Peruaner, der am vergangenen Wochenende noch verletzungsbedingt ausgefallen war, meldete sich zurück und steht Trainer Thomas Schaaf wohl zur Verfügung. Auch am Freitag trainierte er ohne Probleme. Mit elf Saisontoren ist Pizarro hinter dem Schalker Klaas-Jan Huntelaar (12) und Toptorjäger Mario Gomez (13) treffsicherster Stürmer der Bundesliga.

Nicht nur deswegen wird der FC Bayern die Werderaner keinesfalls unterschätzen. Einen Heimsieg gegen die Grün-Weißen feierte der deutsche Rekordmeister zuletzt im November 2005 (3:1), Heynckes wartet als Trainer sogar seit 17 Partien auf einen Dreier gegen Bremen. „Wir müssen zeigen, wer Herr im eigenen Haus ist“, forderte Badstuber in dieser Woche. Und Heynckes erklärte selbstbewusst: „Statistiken sind da, um sie zu brechen. Wir müssen an unsere Stärken glauben.“

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