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DFB-Pokal-Achtelfinale

FCB will überzeugende Halbserie 'abrunden'

Die vier Adventskerzen brennen schon, Weihnachten 2011 steht vor der Tür. Eine Hürde müssen die Profis des FC Bayern allerdings noch überspringen, ehe der wohlverdiente Urlaub ab Mittwoch beginnt - das DFB-Pokal-Achtelfinale beim VfL Bochum (Dienstag, ab 18.45 Uhr im FCB-Liveticker und im Webradio bei FCB.tv). „Es gibt kein Relaxen, bis Dienstagabend geht es voll auf Attacke“, erklärte Cheftrainer Jupp Heynckes am Montag vor dem Abschlusstraining.

Ein Sieg beim Tabellenneunten der Zweiten Liga - und der FCB würde auf allen drei Hochzeiten überwintern: Als Bundesliga-Tabellenführer, Champions-League-Achtelfinalist und DFB-Pokal-Viertelfinalist. „Wir müssen alle Kräfte sammeln“, forderte Heynckes, der sich - wie immer - bestens auf den kommenden Gegner vorbereitet hat. Zwei Spiele des VfL schaute sich der 66-Jährige in voller Länge an.

Was Heynckes in den rund 180 Minuten sah, raubte ihm zwar nicht den Schlaf. Respekt vor dem früheren Bundesligisten hat er dennoch. Man dürfe Bochum in deren Stadion nicht stark werden lassen, erklärte Heynckes: „Wir müssen Herr der Lage sein.“ Nach schwachem Saisonstart hat sich der VfL mit dem neuen Trainer Andreas Bergmann in der Zweitliga-Tabelle nach oben gekämpft. Aus den vergangenen drei Partien sammelte Bochum sieben Punkte, beim 1:1 gegen Tabellenführer Fortuna Düsseldorf war der VfL das bessere Team.

Mit Hermann Gerland hat Heynckes einen wahren VfL-Experten in seinem Stab. Seine gesamte Profikarriere verbrachte der gebürtige Bochumer beim Ruhr-Klub, auch seine Trainer-Laufbahn begann dort. 1988, als Bochum im DFB-Pokal-Finale stand, saß Gerland auf der Bank des VfL. „Er ist eng mit dem Klub verbunden und kennt deren Mannschaft, die Atmosphäre, die Malocher-Mentalität“, sagte Heynckes, der „natürlich“ mit Gerland über diese Partie im Vorfeld ausführlich gesprochen hat.

Ribéry dabei, Müller fraglich

Grundsätzlich gilt: Zeigt der FCB zum Jahresabschluss gegen den Zweitligisten eine konzentrierte Leistung, wird es nur einen Sieger geben. „Clever und lauffreudig“ wie am Samstag gegen Köln, als der FCB nach dem Platzverweis von Franck Ribéry die Partie zu zehnt für sich entschied, müsse das Team auftreten, forderte Heynckes. Denn: „Wir haben große Ambitionen. Der DFB-Pokal-Sieg ist ein großes Ziel für uns.“ Mario Gomez sagte: „Wir müssen diese Halbserie nun abrunden.“

Personell kann Heynckes im letzten Spiel des Jahres fast aus dem Vollen schöpfen. Bastian Schweinsteiger und Breno (beide Trainingsrückstand) fehlen, der Einsatz von Thomas Müller (Oberschenkelverhärtung) - dem erfolgreichsten DFB-Pokal-Torjäger (9 Tore) der vergangenen zwei Jahre - steht noch auf der Kippe. Franck Ribéry darf trotz seiner Gelb-Roten-Karte gegen Köln spielen, seine Sperre gilt nur für die Bundesliga. So werde in Bochum eine „hochmotivierte Mannschaft“ (Heynckes) auflaufen.

5:1-Sieg im Dezember 2009

Neben der fußballerischen Qualität spricht zudem die Statistik für den deutschen Rekordmeister. Die letzten fünf Auswärtsspiele in Bochum entschied allesamt der FCB für sich, zuletzt feierten die Münchner einen 5:1-Kantersieg im Dezember 2009. Ivica Olic (2), Mario Gomez, Danijel Pranjic und ein Eigentor des VfL sorgten damals für klare Verhältnisse. Auch diesmal wollen die Bayern über die Hürde Bochum nicht stolpern. Präsident Uli Hoeneß: „Die Spieler können sich jetzt noch einmal ein schönes Weihnachtsgeschenk machen.“

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