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Sieben Neue

Heynckes' Rotation vor dem Jahresendspurt

Bayern-Trainer Jupp Heynckes ist ein erklärter Verfechter der Rotation. Erst zwei Mal bot der erfahrene Fußballlehrer in der laufenden Saison in zwei aufeinander folgenden Spielen die gleiche Startformation auf: In den Spielen gegen Hoffenheim und Hertha BSC sowie zuletzt in den Partien in Mainz und gegen Werder Bremen. Ansonsten wechselte Heynckes immer mindestens auf einer Position. Eine Maßnahme, mit der er vielen Spielern Einsatzzeiten und zugleich viel belasteten Spielern auch Auszeiten ermöglicht.

Beim 6:0-Pokalerfolg gegen den Zweitligisten FC Ingolstadt Ende Oktober hatte Heynckes seine Anfangself gar auf sechs Positionen verändert. Im letzten Champions-League-Gruppenspiel am Mittwochabend bei Manchester City (0:2) setzte er sogar noch einen oben drauf: Sieben neue Akteure fanden sich im Vergleich zum letzten Bundesligaspiel gegen Werder Bremen in der Startelf. Eine nicht ganz freiwillige Maßnahme Heynckes’, der aus Krankheitsgründen auf einige Spieler verzichten musste.

„Durch die Erkrankung vieler Spieler war ich heute gezwungen, eine Mannschaft aufs Spielfeld zu bringen, die in der Zusammenstellung noch nie gespielt hat“, begründete Heynckes nach dem Spiel den radikalen Umbau. Neben Arjen Robben und Toni Kroos, die wegen eines grippalen Infekts erst gar nicht nach England mitgereist waren, mussten auch Mario Gomez, Thomas Müller (beide Grippesymptome) und Daniel van Buyten (Magen-Darm-Infekt) passen.

Manuel Neuer, Philipp Lahm und Franck Ribéry erhielten von Heynckes eine Ruhepause verordnet, konnten somit im Hinblick auf das nächste Spiel in der Liga geschont werden. „Für uns ist es wichtig, am Sonntag in Stuttgart eine Mannschaft zu stellen, um dort zu gewinnen“, erklärte Heynckes. Auch Nerlinger befürwortete die Kunstpause für einige Spieler: „Die Fans erwarten auch am Sonntag wieder einen Sieg in Stuttgart.“

Personallage entspannt sich

Dabei spielte es Heynckes auch in die Karten, dass der FCB bereits vor dem Spiel für das Achtelfinale der Königsklasse qualifiziert war. Wäre die Konstellation so gewesen, dass der Rekordmeister in Manchester noch hätte punkten müssen, „hätte ich natürlich einen Ribéry, Neuer oder Lahm spielen lassen“, formulierte Heynckes, der das Spiel beim Tabellenführer der Premier League so auch als „Belohnung“ für jene Akteure bezeichnete, die zuletzt wenig Einsätze erhielten.

Am Tag nach dem Spiel gestaltete sich die Personallage schon wieder etwas entspannter. Neuer, Lahm & Co. trainierten am Donnerstagvormittag auf dem Trainingsgelände von Manchester United in Carrington, zeitgleich übten Robben, Kroos, Breno und Bastian Schweinsteiger an der Säbener Straße unter der Leitung von Andries Jonker gemeinsam mit acht weiteren Akteuren des FC Bayern II. Bis zum Spiel in Stuttgart dürfte Heynckes also wieder mehr Alternativen haben - und somit wieder Gelegenheit zur Rotation.

Für fcbayern.de in Manchester: Carsten Zimmermann

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