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Geburtstags-Interview, Teil 1

Hoeneß über: der FCB im Dezember 2011

Uli Hoeneß wird 60! Am 5. Januar feiert der Präsident des FC Bayern runden Geburtstag. Eine Woche zuvor läutet fcbayern.de den Countdown dazu ein. Im ersten Teil des großen Geburtstagsinterviews mit Hoeneß geht es um seinen Verein. Wie steht der FC Bayern am Ende des Jahres 2011 da? Und wie sah es beim heutigen Rekordmeister aus, als Hoeneß 1979 Manager wurde? „Umgezogen hat man sich in der Holzhütte bei Opa Remm.“

Das Geburtstagsinterview mit Uli Hoeneß, Teil 1:

fcbayern.de: Herr Hoeneß, 2011 geht zu Ende. Welche Vorsätze haben Sie für das neue Jahr?
Hoeneß: „Vorsätze habe ich immer. Fünf oder zehn Kilo abzunehmen… Manchmal klappt‘s. Die beste Therapie für mich wäre, stressfrei zu sein. Wenn die Mannschaft gut spielt, habe ich gute Chancen.“

fcbayern.de: Dann sieht es doch gerade gar nicht so schlecht aus.
Hoeneß: „Es hat selten ein Jahr gegeben, wo wir so rundum zufrieden sein konnten. Das Gesamtbild ist unvorstellbar. Es geht nicht nur um Herbstmeisterschaft und Champions League, sondern auch um die wirtschaftliche Situation, es ist Ruhe im Verein, kein Krach, kein Streit, es gibt keine großen Konflikte. Wenn Sie mal die Welt anschauen, Syrien, Ägypten, in den Parteien jeder gegen jeden… Mein Geheimrezept für alles Erfolgreiche: Sich einig sein, alle Konflikte intern lösen - anders geht es nicht. Weil die Feinde sitzen draußen, die musst du bekämpfen, nicht dich selber.“

fcbayern.de: Ist das der große Unterscheid zum Dezember 2010?
Hoeneß: „Ja. Wir haben keine Reibungsverluste innerhalb des Klubs, wir können draußen angreifen. Wir haben hier drin oft genug Sitzungen gehabt, die waren boring, würde der Engländer sagen. Die kosten zu viel Kraft.“

fcbayern.de: Wenn alles so rund läuft in diesem Jahr, kann es ja nur in dem einen oder anderen Titel enden.
Hoeneß: „Man darf nicht vergessen, dass es auch andere gute Mannschaften gibt. Und unsere Gegner in Deutschland - Dortmund, Schalke, Gladbach - die haben den Vorteil, dass sie keinen Europapokal mehr spielen. Okay, Schalke spielt Europa League, aber die haben keine Champions League. Und wir wollen in der Champions League weit kommen. Dort ist Real Weltklasse dieses Jahr, Barcelona sowieso, dann kommt vielleicht noch der eine oder andere Engländer. Auch die Italiener darf man nie unterschätzen.“

fcbayern.de: Und dann der FC Bayern, der Ihnen in der Hinrunde viel Freude gemacht hat. Zum Beispiel mit vielen Siegen in Serie.
Hoeneß: „Was ich besonders genossen habe, waren diese vier, fünf Heimspiele, wo wir Fußball zelebriert haben. In den letzten Jahren haben wir ja oft 1:0 geführt, gezittert, mit Mühe und Not das zweite gemacht, und dann irgendwann vielleicht 2:1 gewonnen. Diesmal waren Spiele dabei - ich denke an Hertha, Freiburg, Hamburg - da war nach einer halben, dreiviertel Stunde alles gegessen. Dann sitzt du ganz anders da oben. Dann genießt du. Dann kannst du in der Halbzeit mal einen Glühwein trinken oder einen Apfelstrudel essen.“

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