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89. Süd-Derby

Mit 'Bremen-Einstellung' gegen den VfB siegen

Das Süd-Derby. Emotionen, Spannung und jede Menge Tore. So war es zumindest in der vergangenen Saison. Dreimal trafen der FC Bayern und der VfB Stuttgart aufeinander, spektakuläre 20 Treffer bekamen die Fans zu sehen. Und dreimal verließ der FC Bayern als Sieger den Rasen: 5:3 und 2:1 in der Bundesliga, 6:3 im DFB-Pokal. Am Sonntag (17.30 Uhr, live im Ticker und im FCB.tv-Webradio) kommt es zur 89. Auflage des ewig jungen Duells. „Das sind besondere Spiele - sowohl für Stuttgart als auch für den FC Bayern“, weiß FCB-Chefcoach Jupp Heynckes.

Für den deutschen Rekordmeister ist es das drittletzte Spiel in diesem Jahr. Vor Weihnachten warten noch der 1. FC Köln sowie der VfL Bochum im DFB-Pokal auf den FC Bayern. Die Marschroute für Heynckes ist klar: „Wir wollen alle Partien gewinnen.“ Dann würde der FCB zu Weihnachten von der Tabellenspitze grüßen und in allen drei Klubwettbewerben überwintern.

Die erste Hürde müssen die Münchner am Sonntag überspringen. Eine hohe, wie Heynckes vermutete: „Der VfB spielt vor ausverkauftem Haus. Sie werden einen emotionalen Fußball spielen und extrem fokussiert sein.“ Allerdings lief es beim Tabellensiebten der Bundesliga zuletzt nicht nach Plan. Nur eine der vergangenen sechs Partien gewannen die Schwaben. Zudem erwies sich der FC Bayern in den letzten Jahren nicht unbedingt als VfB-Lieblingsgegner (Neun Spiele, ein Sieg).

Statistiken, die Heynckes jedoch nicht interessieren. Ein „schwieriges Auswärtsspiel“ stehe für den FC Bayern an. Daher forderte der 66-Jährige: „Wir müssen mit der gleichen kämpferischen Einstellung ins Spiel gehen wie gegen Bremen.“ Gegen die Werderaner siegte der FCB am vergangenen Wochenende mit 4:1, nachdem die Münchner zuvor zwei Ligaspiele in Folge (Dortmund, Mainz) verloren hatten.

Einsatz der Kranken entscheidet sich kurzfristig

Die 0:2-Niederlage unter der Woche in der Champions League bei Manchester City ist derweil längst abgehakt - auch wenn die Reise nach England ihre Spuren hinterlassen hat. „Der Trip war ermüdender als das Spiel selbst“, sagte Heynckes, der sein Team bei City kräftig durcheinander gewirbelt hatte und einigen seiner Stars eine Verschnaufpause gönnte - jedoch nicht ganz freiwillig.

Arjen Robben und Toni Kroos waren krankheitsbedingt gar nicht erst mitgereist, Mario Gomez, Thomas Müller und Daniel van Buyten saßen mit Grippesymptomen auf der Bank. Ob diese Fünf in Stuttgart mitwirken können, wird sich erst kurzfristig entscheiden. „Ich wünsche mir natürlich, dass alle dabei sein können“, merkte Heynckes an. Sicher fehlen werden Bastian Schweinsteiger (Aufbautraining nach Schlüsselbeinbruch) sowie Rekonvaleszent Breno.

Stuttgart: Linksverteidiger Boka hilft rechts aus

Beim VfB gibt es personelle Probleme auf der Rechtsverteidigerposition. Vermutlich wird es Franck Ribéry mit Arthur Boka zu tun bekommen - einem gelernten Linksverteidiger. Denn sowohl Khalid Boulahrouz (Sehnenriss im Hüftbeuger) als auch sein potentieller Vertreter Stefano Celozzi (Muskelbündelriss) fallen aus. Ansonsten kann Bruno Labbadia, der von 1991 bis 1994 beim FCB stürmte, aus dem Vollen schöpfen. „Wir wollen ein gutes Spiel bieten und mit Freude und engagiert zu Werke gehe“, kündigte der VfB-Coach an.

Dass das der Fall sein wird, ist sich sein Gegenüber Heynckes sicher: „Für Stuttgart ist das natürlich das Spiel des Jahres. Bruno versteht es, seine Teams zu motivieren.“ Dennoch: Wenn der FCB auch auswärts wieder so auftritt wie in der heimischen Allianz Arena, wird es am Sonntag nur einen Sieger geben. Man müsse von Anfang an merken, „dass wir dort gewinnen wollen“, forderte der Bayern-Coach und fügte an: „Wir sind gewappnet, wir sind vorbereitet. Ich bin sehr zuversichtlich.“

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