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6 Monate FCB

Neuers Bilanz: 'Noch Luft nach oben'

Der erste Titel (DFB-Pokal). Die Wahl zu Deutschlands Fußballer des Jahres. Der Wechsel zum FC Bayern. Der 500.000-Euro-Auftritt bei Wer wird Millionär?. Die Herbstmeisterschaft. Keine Frage: Kurz vor dem Jahreswechsel kann Manuel Neuer auf viele Höhepunkte 2011 zurückblicken. Der 25-Jährige selbst bezeichnete 2011 als „erfolgreiches Jahr. Ich persönlich kann zufrieden sein mit diesem Jahr.“

Dies gilt insbesondere für das zweite Halbjahr. Im Sommer war der gebürtige Gelsenkirchener vom FC Schalke zum FC Bayern gewechselt, wo er sofort zum erhofften Rückhalt für die Defensive wurde. Nur zehn Gegentore ließ er in der Bundesliga-Hinrunde zu und liegt damit auf Kurs, um den 2007/08 vom FCB aufgestellten Ligarekord (21 Gegentore) zu knacken. Einen Vereinsrekord hat er schon inne: Im Herbst hielt er etwas mehr als zwölf Pflichtspiele in Folge die Null fest. Insgesamt waren es 1.147 Minuten (19 Stunden, 7 Minuten!) und damit 36 Minuten mehr als die bisherige Bestmarke von Oliver Kahn.

Hoeneß schwärmt

„Sehr positiv“ fällt dann auch Neuers Bilanz seines ersten Bayern-Halbjahrs aus. „Es war mein erster Wechsel überhaupt und viel Neues ist auf mich zugekommen. Aber ich wurde gut aufgenommen und habe mich schnell an den Verein gewöhnt“, sagte der deutsche Nationalkeeper, „ich denke, ich bin auch schon ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft geworden. Ich kann zufrieden sein mit meinem ersten halben Jahr.“

Zufrieden ist auch der FC Bayern mit seiner neuen Nummer eins. „Manuel Neuer ist der beste Torwart der Welt“, schwärmte Uli Hoeneß vom 25-Jährigen, „er ist eine Persönlichkeit, die zum FC Bayern passt wie kaum eine andere. Er hat nicht nur gute Fäuste, sondern auch ein großes Hirn. Es war eine 100 Prozent richtige Entscheidung des Vorstands, diesen Mann nach München zu holen. Er kann die Probleme im Tor für zehn Jahre lösen.“

Heynckes hochzufrieden

Als „einfach grandios, nicht nur als Torwart, sondern auch als Mensch“, bezeichnete Mario Gomez seinen Mannschaftskameraden, der in der Hinrunde häufiger als jeder andere Bundesliga-Torhüter zu null spielte (10 Mal). Auch Jupp Heynckes ist hochzufrieden mit seinem Schlussmann. „Wie er mitspielt, wie er Bälle abfängt, wie er das Spiel schnell macht - das ist schon außergewöhnlich“, sagte der FCB-Chefcoach.

Dabei war der Wechsel nach München auch eine spielerische Umstellung für Neuer. Denn als Torhüter des FC Bayern hat er deutlich weniger Bälle zu halten als zuvor. Im Schnitt kamen in der Bundesliga-Hinrunde pro Spiel nur 2,4 Schüsse auf sein Tor, kein anderer Keeper hatte weniger zu tun als Neuer. „Es war eine Umstellung, Probleme hatte ich damit aber nicht“, berichtete Neuer, „es kann sein, dass 30 Minuten gar nichts passiert und dann sind auf einmal zwei, drei Spieler vor mir. Da ist es wichtig, immer hochkonzentriert und im Spiel zu sein.“

'Ich kann noch etwas drauflegen'

Das ist dem 25-Jährigen in seinem ersten Bayern-Halbjahr gelungen. Doch Neuer weiß, dass er sich von seinem guten Start in München in der zweiten Saisonhälfte nichts kaufen kann. „Ich habe ein ordentliches halbes Jahr hinter mir“, sagte er, „aber ich weiß, dass da noch Luft nach oben ist. Ich denke, dass ich im zweiten Halbjahr noch etwas drauflegen kann.“ Denn auch in einem Jahr will Neuer wieder auf viele Höhepunkte zurückblicken, und das sind beim FC Bayern Titel, Titel, Titel!

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