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Schweinsteiger im Interview

'Punktverluste stören mich am allermeisten'

Er gehört zu den Dauerbrennern beim FC Bayern: Bastian Schweinsteiger, Vize-Kapitän und mit gerade einmal 27 Jahren schon dienstältester Bayern-Spieler. Seit 2002 gehört der Mittelfeldspieler bereits zum Profi-Kader und absolvierte bislang über 350 Pflichtspiele für den FCB. In dieser Saison musste der 90-malige Nationalspieler aber wegen einer Schulterverletzung mehrere Wochen aussetzen, nur elf Bundesliga-Einsätze stehen dadurch für ihn zu Buche.

Kurz vor dem Jahreswechsel nahm sich Schweinsteiger Zeit, um mit fcbayern.de auf die zurückliegenden 12 Monate zu blicken. Im ersten Teil des Interviews spricht Schweinsteiger über den Heilungsverlauf seiner Verletzung, eine titellose letzte Saison und eine überaus erfolgreiche Hinrunde 2011/12, nach der der FC Bayern in drei Wettbewerben überwintert. „Es läuft sehr gut, wir stehen verdient ganz oben in der Tabelle“, meinte Schweinsteiger.

Das Interview mit Bastian Schweinsteiger, Teil 1:

fcbayern.de: Bastian, die Vorrunde und Weihnachten 2011 liegen hinter Dir. Wie hast Du die Feiertage in diesem Jahr verbracht?
Bastian Schweinsteiger: „Ich war über Weihnachten im Urlaub in der Sonne - schließlich bin ich auch eher der Sonnentyp, das sieht man ja an meiner Hautfarbe (lacht). Im Ernst: Ich wollte etwas Abstand gewinnen, um dann im neuen Jahr wieder mit voller Power angreifen zu können. Zum Glück hatte ich meine Geschenke in diesem Jahr schon frühzeitig beisammen, ich hatte wegen meiner Verletzung aber auch genügend Zeit.“

fcbayern.de: Also nichts mit Skifahren in diesem Urlaub?
Schweinsteiger: „Nein. Meine Eltern gehen zwar im Winter fast jeden Tag auf die Piste, mein Bruder Tobi fährt auch regelmäßig. Aber für mich ist es besser, wenn ich ein paar Tage meine Ruhe habe.“

fcbayern.de: Apropos Ruhe. Neun Pflichtspiele hast Du wegen Deines Schlüsselbeinbruchs verpasst. Wie schreitet die Genesung voran?
Schweinsteiger: „Die Schulter fühlt sich wieder gut an. Dass ich gegen Köln und Bochum nicht mehr gespielt habe, war eine Vorsichtsmaßnahme. Es bestand schon noch ein kleines Risiko und die Ärzte tragen die Verantwortung. Ich hatte Verständnis für die Entscheidung. Aber natürlich war ich schon etwas enttäuscht, weil ich drei Wochen lang richtig hart gearbeitet habe. Das Spiel gegen Köln war mein Ziel.“

fcbayern.de: Gegen Köln und Bochum hat es zum Glück ja auch ohne Dich gereicht…
Schweinsteiger: „Darüber war ich sehr froh. Unser Physiotherapeut Fredi Binder meinte ja: Jetzt haben wir in den letzten Jahren immer gegen Köln verloren. Kaum bist Du mal nicht dabei, klappt‘s mit dem Sieg. (lacht).“

fcbayern.de: Ein ereignisreiches Jahr geht zu Ende. Leider reichte es nicht für einen Titel. Wie bewertest Du das Ende der letzten Saison?
Schweinsteiger: „Wir waren alle enttäuscht, dass wir keinen Titel in den Händen halten konnten. Aber man muss auch ehrlich sein: Wir hatten es auch nicht verdient, weil wir zu viele Fehler begangen haben. Wir sind nicht immer als eine Mannschaft aufgetreten, das war der Hauptgrund für unsere Probleme. Zum Glück sind wir noch Dritter geworden, diese Drucksituation haben wir überstanden.“

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