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'Alle nach vorne, alle nach hinten'

FCB will an Hinrunden-Serie anknüpfen

Die Verfolger haben aufgeschlossen, Daniel van Buyten hat sich verletzt - doch davon lässt sich der FC Bayern nicht aus der Ruhe bringen. Anatoliy Tymoshchuk begrüßt den Vierkampf an der Tabellenspitze der Bundesliga sogar. „Das ist gut. Je größer der Druck ist, desto größer ist die Konzentration“, meinte der Ukrainer am Dienstag. Auch der Van-Buyten-Ausfall sei kein Problem, fügte Jérôme Boateng hinzu: „Wir haben noch genug Qualität für die Abwehr.“

Im Trainingsspiel am Dienstagvormittag übernahm Boateng die Rolle des zweiten Innenverteidigers neben Holger Badstuber. Der deutsche Nationalspieler, der zuletzt meist als Rechtsverteidiger zum Einsatz gekommen war, geht davon aus, dass er auch am Samstag gegen Wolfsburg dort auflaufen wird. „Das denke ich mal“, sagte er. Noch habe Trainer Jupp Heynckes aber keine Entscheidung mitgeteilt.

Im Sommer war Boateng zum FC Bayern gewechselt, weil er dort Aussicht auf einen Stammplatz im Abwehrzentrum hatte. Im Laufe der Hinrunde lief er zwölf Mal dort auf, zehn Mal begann er aber auch als Rechtsverteidiger. Auch beim Rückrundenstart am vergangenen Freitag spielte er wieder rechts außen. „Ich freue mich immer darauf, wenn ich innen spielen kann“, sagte der 23-Jährige, „jeder Spieler hat seine Lieblingsposition. Meine ist innen. Aber ich habe auch kein Problem damit, außen zu spielen.“

Ebenfalls schon in der Innenverteidigung gespielt hat Tymoshchuk. Der gelernte defensive Mittelfeldspieler fände es „okay“, wenn er gegen Wolfsburg erneut dort aushelfen würde. „Ich mache alles für die Mannschaft“, sagte er und schmunzelte: „Nur Torwart wäre nicht so einfach.“ In der Innenverteidigung habe der Trainer aber mehrere Optionen, erklärte Tymo. Neben ihm und Boateng könnten auch Luiz Gustavo oder Breno dort spielen.

'Wir können viel besser spielen'

Wahrscheinlich ist auch gar nicht so entscheidend, wer anstelle Van Buytens aufläuft. Wichtiger dürfte sein, wie sich die Mannschaft am Samstag auf dem Rasen präsentiert. „Mehr Aggressivität“ forderte Tymoshchuk von sich und seinen Teamkollegen. Und: „Wir müssen wie eine Mannschaft spielen. Alle nach vorne, alle nach hinten - so wie in der Phase, als wir kein Gegentor kassiert haben.“ Zwischen Mitte August und Mitte Oktober letzten Jahres hatte der FCB zwölf Pflichtspiele in Folge zu null gespielt.

„Man hat schon gesehen, dass wir viel besser spielen können“, erinnerte auch Boateng an diese Serie. Der Nationalverteidiger erwartet von sich und der Mannschaft gegen Wolfsburg eine klare Leistungssteigerung. „Wir müssen jetzt aufpassen und die Kurve kriegen“, betonte er. Eine ähnliche Zu-null-Serie wie in der Hinrunde sei möglich. „Aber es bringt nichts, darüber zu sprechen. Wir müssen es auf den Platz bringen.“

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