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Eine Oase in der Wüste

'Hier zur trainieren, macht riesig Spaß'

Es ist leicht dunstig in Doha, auf dem Gelände der ASPIRE Academy for Sports Excellence. Die Sonne strahlt zwar. Doch den Wüstensand, der sich in der Luft befindet, kann auch sie nicht verjagen. Die sandigen Tribünen neben den Trainingsplätzen sind ein weiteres Indiz dafür, dass der FC Bayern in der Wüste angekommen ist. Nein, eigentlich eher in einer Oase.

Denn inmitten der kargen, katarischen Landschaft befinden sich sieben saftig, grüne Trainingsplätze, auf denen sich der deutsche Rekordmeister in dieser Woche auf die Rückrunde 2011/12 einstimmt. Doch nicht nur die Bayern schwitzen hier. Auch die Platzwarte. Rasen-rund-um-die-Uhr-Pflege ist angesagt.

Bereits in den frühen Morgenstunden rollen Mähmaschinen über die Grüns, die von ihrer Rasen-Qualität her Golfplätzen ähneln. Es wird kräftig bewässert. Security-Männer passen auf, dass ja kein Nicht-Fußballer seinen Fuß auf einen der Plätze setzt. Die Bedingungen für die Profis des FC Bayern sollen nicht gut, sondern perfekt sein. „Es macht natürlich riesig Spaß, auf so einem Rasen zu trainieren“, sagte Sportdirektor Christian Nerlinger im Gespräch mit FCB.tv.

Bereits im vergangenen Jahr lernten die Bayern die gigantische Sportanlage kennen und lieben. Einziger Wermutstropfen damals: Der weite Anfahrtsweg vom Hotel zu den Trainingsanlagen (durchschnittlich 45 Minuten einfach). In diesem Jahr sind die Voraussetzungen hingegen „optimal“, findet Nerlinger.

Trainingsplätze zu Fuß erreichbar

Denn das zur ASPIRE Academy for Sports Excellence gehörige Hotel The Grand Heritage ist fertiggestellt und in dieser Woche Gastgeber für den FC Bayern. Nun spazieren die Spieler einfach zu Fuß zu den Plätzen. Nerlinger: „Man verliert weniger Zeit, die Spieler haben dadurch mehr Zeit für Regeneration.“ Oder für einen Rundgang auf dem atemberaubend großen ASPIRE-Gelände (knapp 300.000 Quadratmeter).

Zwei Fußballstadien, die größte Sporthalle der Welt mit 250.000 Quadratmetern überdachter Fläche (ASPIRE-Dome), eine riesige Schwimmhalle, Trainingsanlagen für Judo, Squash und Fechten, ein Fünf-Sterne-Sportinternat für Talente. Und dazu sieben traumhafte Trainingsplätze. Rund 1,5 Milliarden US-Dollar hat sich dies Scheich Hamad Bin Chalifa al-Thani kosten lassen. Für diese Trainingsbedingungen fährt man im Winter gerne in die Wüste.

Für fcbayern.de in Doha: Nikolai Kube

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