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Nerlinger über Rückrunde, Transfers und den BVB

Er beobachtet viel am Spielfeldrand, macht sich einen Eindruck von der Mannschaft. Das Telefon klingelt immer und immer wieder. Abends sitzt er regelmäßig mit Jupp Heynckes zusammen. Dazu einige Pressetermine. Christian Nerlinger hat viel um die Ohren in Katar. Am Samstagmittag zog Bayerns Sportdirektor ein erstes Fazit des einwöchigen Trainingslagers, das sich dem Ende entgegen neigt. Am Montag reist der Bayern-Tross weiter nach Indien.

„Die Mannschaft hat im körperlichen Bereich sehr hart gearbeitet und sich den taktischen Feinschliff zurückgeholt“, erklärte Nerlinger. Er sei „total überzeugt“, dass der FCB eine erfolgreiche Rückrunde spielen werde. Bei all den Spekulationen um den möglichen Champions-League-Titel im eigenen Stadion. Eines steht für Nerlinger fest: „Wir müssen Deutscher Meister werden. Einmal darf eine deutsche Meisterschaft am FC Bayern vorübergehen - aber kein zweites Mal.“

Dies werde aber natürlich kein leichtes Unterfangen. Mit Schalke 04 und Borussia Dortmund hat der FC Bayern zwei sehr ernstzunehmende Konkurrenten, so Nerlinger. Vor allem den BVB hat der 38-Jährige auch in den kommenden Jahren auf dem Zettel. Mit dem Transfer von Marco Reus seien „die Zeiten des Understatements in Dortmund ab Sommer endgültig vorbei“. Nerlinger: „Da wächst ein großer Titelrivale heran. Und ich freue mich sehr darauf.“

Deutliche Worte fand der Sportdirektor auch bei einigen anderen Themen. Jeglichen Spekulationen über mögliche Sommer-Transfers schob er einen Riegel vor: „Ich bemühe mich, was den Sommer betrifft, aktuell überhaupt nicht. Da wurde intern noch nichts diskutiert.“ Nerlinger hat „vollstes Vertrauen in die aktuelle Mannschaft“. Und auch was auslaufende Verträge angeht, stellte er klar: „Es wird keine Wasserstandsmeldungen geben, wir verkünden nur Tatsachen.“

'Setzen total auf Robben'

Eine Tatsache ist, dass Arjen Robben nach seiner langwierigen Schambeinentzündung im Trainingslager wieder so richtig aufblüht. „Wir setzen total auf ihn“, merkte Nerlinger am Samstagmittag an und fügte hinzu: „Er wird in der Rückrunde wieder eine herausragende Rolle spielen.“ Ähnlich wie hoffentlich der wiedergenesene Bastian Schweinsteiger, den Nerlinger als „Schlüssel- und absoluten Führungsspieler“ bezeichnete.

Reichlich lobende Worte fand der Sportdirektor, der erst vor kurzem seinen Vertrag beim FCB um zwei Jahre verlängert hatte, für zwei weitere Profis: Holger Badstuber sei aus der Bayern-Mannschaft nicht mehr wegzudenken - und das mit seinen 22 Jahren. Nerlinger sagte: „Er ist ein Eckpfeiler. Es gibt wenige Abwehrspieler mit diesem Potenzial - nicht nur was die Defensive, sondern auch was das Aufbauspiel betrifft.“

Breno hat ‚wichtige Schritte‘ gemacht

Badstuber stehen große Jahre bevor - in München und der deutschen Nationalmannschaft, so Nerlingers Vermutung. Nicht euphorisch, „aber zuversichtlich“ äußerte sich der Sportdirektor zu Breno, der in dieser Woche im Testspiel gegen den SC Al-Sailiya zum ersten Mal in dieser Saison im Profiteam zum Einsatz gekommen war: „Er hatte eine schwere Zeit. Aber jetzt macht er einen sehr konzentrierten und positiven Eindruck. Er hat wichtige Schritte gemacht.“

Für fcbayern.de in Doha: Nikolai Kube

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