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Der FCB in Indien

'Wollen unsere Marke positionieren'

Es waren nur zweieinhalb Stunden Flug von Doha nach Neu-Delhi. Doch in Wahrheit trennen Katar - das Emirat, wo der FC Bayern sein einwöchiges Trainingslager abhielt - und Indien, wo der deutsche Rekordmeister am Dienstagabend (18 Uhr Ortszeit) im Rahmen des AUDI Football Summit ein Testspiel gegen die indische Nationalmannschaft bestreitet, Welten. Luxus und Prunk auf der einen, Chaos und Armut auf der anderen Seite.

Während Katar mit einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommen von rund 80.000 US-Dollar weltweit das Non-Plus-Ultra ist, verdient der Inder im Schnitt rund 50.000 Rupien, das sind umgerechnet etwa 775 Euro. Und auch die Einwohnerzahl Indiens (1,2 Milliarden) unterscheidet sich drastisch von der Katars (1,7 Millionen).

Es war also schon ein kleiner Kulturschock für die Stars des FC Bayern, als sie am Montagnachmittag um 16.30 Uhr Ortszeit im zweitbevölkerungsreichsten Land der Welt landeten und anschließend mit dem Bus durch die verstopften Straßen Delhis in Richtung ihres Mannschaftshotels fuhren - bzw. schlichen.

Die Eindrücke: spannend, faszinierend, bewundernswert - aber teils auch erschreckend. Wellblechhütten. Lodernde Feuer. Menschen, die am Straßenrand leben, dort ihre Wäsche trocknen. Hungernde Kinder. Und natürlich freilaufende Kühe, die von den Hindus als heilig erachtet werden.

Riesenandrang bei der Pressekonferenz

Als der Bayern-Tross schließlich im Hotel angekommen war, ging es für Trainer Jupp Heynckes und die beiden Kapitäne Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger umgehend zur Pressekonferenz. Empfingen wurden sie dort von rund 150 (!) indischen Journalisten. Das Gedränge war groß, der Saal platzte aus allen Nähten. Dann sagte Heynckes: „Wir freuen uns auf Indien. Ich bin sehr, sehr gespannt auf diese Kultur.“ Lahm fügte an: „Wir sind mit dem FC Bayern schon viel in der Welt rumgereist, aber hier waren wir noch nie.“

Nach rund einer Stunde waren alle Fragen beantwortet, die Spieler zogen sich auf die Zimmer zurück - ehe sie um 20 Uhr (Ortszeit) zum von AUDI organisierten Abendessen/Empfang im Ballsaal eines Nachbarhotels aufbrachen. Dort gab es neben einigen einheimischen Köstlichkeiten auch eine kurze Begrüßungsrede von FCB-Vorstand und Marketingchef Andreas Jung.

Fußball-Tennis im Hotel

Dienstagmorgen (11 Uhr Ortszeit) vor der Partie gegen die indische Nationalelf - dem Abschiedsspiel für Rekordnationalspieler und Nationalheld Baichung Buthia - bat Heynckes sein Team dann zu einer lockeren Trainingseinheit im Hotel. Das Programm: Etwas Stretching und ein Fußball-Tennis-Turnier, bei dem der Spaß nicht zu kurz kam.

Erst später stießen Mario Gomez, Thomas Müller, Holger Badstuber und Jörg Butt dazu. Das Quartett nahm an einem AUDI-Sponsorentermin auf der Expo - der größten Automesse in ganz Asien - teil und stand dort rund eine Stunde lang für Fotos und Interviews zur Verfügung. Auch die beiden AUDI-Vorstände Thomas Sigi und Frank Drewes waren vor Ort.

Reise, die doppelt Sinn macht

Im Anschluss hier es erst einmal Durchschnaufen und Kräfte sammeln für die Partie am Abend (Ortszeit). „Im Rahmen unserer Partnerschaft mit AUDI wurde dieses Spiel vereinbart. Im Vertrag ist festgelegt, dass wir für ein internationales Spiel zur Verfügung stehen. Das tun wir natürlich gern“, erklärte Sportdirektor Christian Nerlinger.

Für den FC Bayern macht die Reise nach Indien doppelt Sinn. Zum einen kann Heynckes im Testspiel gegen die Nationalelf weitere wichtige Erkenntnisse vor dem Bundesligastart am 20. Januar in Gladbach sammeln. Und zum anderen steigert der deutsche Rekordmeister seine Bekanntheit. Jung: „Wir wollen die Marke FC Bayern auch in Indien und im restlichen Asien positionieren.“

Für fcbayern.de in Indien: Nikolai Kube

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