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'Es geht nur im Kollektiv'

Ausbalanciert und mit Esprit gegen 'Rote Teufel'

Ein Anfang ist gemacht, jetzt will der FC Bayern nachlegen. Drei Tage nach der bislang besten Rückrundenleistung beim 2:0 in Stuttgart will der Rekordmeister am Samstag gegen den 1. FC Kaiserslautern (Anstoß 15.30 Uhr, live im Ticker und im FCB.tv-Webradio) „da weitermachen, wo wir am Mittwoch aufgehört haben“, wie Jupp Heynckes forderte. Der FCB-Chefcoach ist zuversichtlich, dass dies auch gelingen wird. Denn: „Ich denke, dass der Knoten geplatzt ist.“

Die Stimmung im Lager des FC Bayern sei gut, berichtete der 66-Jährige. Trotz des Bänderrisses von Bastian Schweinsteiger, dessen Ausfall man „abstreifen“ müsse. David Alaba wird den FCB-Vizekapitän wie in Stuttgart an der Seite von Luiz Gustavo ersetzen, darauf legte sich Heynckes bereits öffentlich fest. „Beide haben sich nicht nur glänzend eingefügt, sondern auch ein sehr gutes Spiel gemacht. Ich denke, dass ich auf den zwei Defensivpositionen nichts ändern brauche.“

Ansonsten ließ sich Heynckes vor dem Spiel wie üblich nicht in die Karten sehen. Auch die Frage nach Arjen Robben, der in Stuttgart auf der Bank Platz nehmen musste, ließ Heynckes auf dem Pressetalk am Freitag offen. Man solle nicht „so viel Lärm“ um das Thema machen, betonte der Bayern-Coach. „Für mich als Trainer gibt es in dieser Kategorie keine Reservespieler. Es kann morgen und in den nächsten Wochen einen anderen Spieler treffen - und das wird auch so sein.“

Die Dinge erzwingen

Entscheidend werde gegen Kaiserslautern sowieso die Leistung der gesamten Mannschaft sein, nicht die eines Einzelnen. „Die Mannschaft hat die Gewissheit bekommen, dass es nur im Kollektiv geht“, lautet nach Heynckes die Lehre aus dem Pokal-Erfolg in Stuttgart. Dank einer „homogenen Gesamtleistung“ habe man zurück zu einer Balance zwischen Offensive und Defensive gefunden, die es jetzt gegen Kaiserslautern zu bestätigen gilt. Und im Offensivspiel erwartet Heynckes von seiner Mannschaft wieder „Esprit, Elan, Aggressivität. Wenn man die Dinge erzwingt, kommt man zwangsläufig zu Torchancen.“

So wie im Hinspiel, als die Bayern den Roten Teufeln beim 3:0 keine Chance ließen und erstmals in dieser Saison die Tabellenführung übernahmen. Ein erneuter Sieg gegen Kaiserslautern und ein Ausrutscher von Dortmund, das zeitgleich gegen Leverkusen ran muss, würde den FCB am Samstag in der Tabelle erneut auf Platz eins befördern. Doch Vorsicht! Gegen Dortmund (1:1) und Schalke (2:1) haben die Pfälzer in dieser Saison bewiesen, dass man sie nicht auf die leichte Schulter nehmen darf. „Das tun wir auf keinen Fall“, versicherte Heynckes, der neben Schweinsteiger weiterhin auch auf die Verletzten Daniel van Buyten, Diego Contento und Breno verzichten muss.

Underdog FCK

Ausfälle hat am Samstag auch Kaiserslautern zu beklagen. Ariel Borysiuk (gesperrt), Jan Simunek, Dorge Kouemaha (beide verletzt) und Pierre De Wit (krank) werden fehlen. Ex-Bayer Alexander Bugera (Prellung) dürfte hingegen einsatzfähig sein. Mit einer Negativserie von zehn sieglosen Spielen in Folge reisen die Pfälzer nach München, insgesamt haben sie in dieser Saison erst drei Mal gewonnen und die wenigsten Tore aller Bundesligisten erzielt (15).

Doch die Rolle als Underdog liegt dem defensivstarken Tabellen-16. (vierbeste Abwehr der Liga) offenbar, wie die Punktgewinne gegen Dortmund und Schalke zeigen. „Wir brauchen uns vor keiner Mannschaft zu verstecken“, meinte Marco Kurz. Der FCK-Trainer verlangte von seinen Spieler, in München „über 90 Minuten so aufzutreten, dass man sich ein gutes Ergebnis erarbeiten kann. Wenn uns dies gelingt, dann ist auch bei den Bayern alles möglich.“ Heynckes hält dagegen: „Es liegt einzig und allein an uns.“

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