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Ein bisschen Liza, ein bisschen Gerd Müller

Das ist Xherdan Shaqiri

Die Allianz Arena kennt er schon. Im Dezember 2010 lief Shaqiri mit dem FC Basel in der Champions-League-Gruppenphase im Wohnzimmer des FC Bayern auf - und zeigte, was er kann. Mit seinen Dribblings, Flanken und Schüssen war er einer der auffälligsten Schweizer. Nicht nur bei diesem, sondern auch bei den beiden Duellen zuvor zwischen Bayern und Basel (September und Januar 2010). Shaqiri hat einen guten Eindruck hinterlassen. So gut, dass er ab kommendem Sommer das Bayern-Trikot trägt.

„Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen“, freute sich der im Kosovo geborene Schweizer Nationalspieler, der im frühen Kindesalter mit seinen Eltern ins Basler Umland ausgewandert war. Den Wechsel zum FC Bayern bezeichnete er als „unglaublich. Allein schon die Praxis des Vereinsarztes in München war unglaublich. Ich freue mich sehr auf München.“ Mit dem deutschen Rekordmeister will der zweimalige Schweizer Meister „noch mehr Titel gewinnen“, erzählte er. „Vor allem kann ich mit dem FC Bayern den Champions-League-Titel gewinnen - davon träume ich schon immer.“

Ein Wechsel nach Deutschland sei für ihn das oberste Ziel gewesen, berichtete Shaqiri. „Für mich ist die Bundesliga im Moment mit England und vor Spanien und Italien die beste Liga.“ Und der Schweizer Nationalspieler des Jahres 2011 gilt als eines der größten europäischen Talente. Bei zahlreichen Topklubs - kolportiert wurden unter anderem Manchester United, FC Liverpool, Zenit St. Petersburg und Galatasaray Istanbul - soll er auf der Liste gestanden haben.

Mit einer Größe wie Bixente Lizarazu (1,69 m) und Oberschenkeln wie einst Gerd Müller hat sich der 72 Kilo schwere Kraftwürfel innerhalb kürzester Zeit einen Namen gemacht. Zuletzt im Dezember hatte er entscheidenden Anteil am 2:1-Sieg Basels gegen Manchester United. Shaqiri bereitete beide Treffer seiner Mannschaft mit einer Flanke vor. In der zurückliegenden CL-Gruppenphase war er hinter Franck Ribéry der Spieler, der am häufigsten gefoult wurde (21 Mal).

'Wie ein Ninja Hero Turtle'

„Das ist ein ganz frecher Hund“, sagte Basels Ex-Trainer Thorsten Fink, unter dem der extrem wendige Shaqiri im Juli 2009 mit 17 Jahren sein Profi-Debüt feierte. „Er ist spielstark, dribbelstark. Er ist wie so ein Ninja Hero Turtle. Wenn er nach München geht, dann wird er auf jeden Fall Publikumsliebling.“ In Basel ist Linksfuß Shaqiri auf der rechten Mittelfeldseite zu Hause. Er hat aber auch schon links, zentral oder als Außenverteidiger agiert.

„Xherdan ist ein außergewöhnlicher Spieler. Er ist ein Vollblutfußballer, der immer den Ball haben möchte. Er tut jeder Mannschaft gut“, sagte Ottmar Hitzfeld, der das Basler Eigengewächs - als Zehnjähriger hatte sich Shaqiri 2001 dem Klub angeschlossen - im März 2010 in der Schweizer Nationalmannschaft debütieren ließ. Im darauf folgenden Sommer stand Shaq im Schweizer WM-Kader, im Juni 2011 erreichte er mit der U21-Auswahl der Eidgenossen das EM-Finale.

'Er kann das packen'

17 A-Länderspiele (4 Tore) und 106 Pflichtspiele (18 Tore) für Basel stehen für Shaqiri nach zweieinhalb Profijahren zu Buche. Der Wechsel zum FC Bayern sei jetzt „der richtige Schritt“, ist Hitzfeld überzeugt. „Er ist so selbstbewusst, dass er das packen kann. Ich traue es ihm zu.“

Shaqiri rage aus der Mannschaft des FC Basel heraus, sagte Jupp Heynckes kürzlich, nachdem er sich erste Videos vom Achtelfinal-Gegner des FC Bayern in der Champions League angesehen hatte. Das Rückspiel findet am 13. März in der Allianz Arena statt. Es wird der letzte Besuch Shaqiris als Gast im Wohnzimmer des FC Bayern. Ab Sommer ist er hier zu Hause.

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