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'Eins-gegen-eins in Perfektion'

DFB-Team mit viel Respekt vor Ribéry

Die Stimmung in der Kabine des FC Bayern war ohnehin bestens. Durch den 2:0-Sieg gegen Schalke hatte der deutsche Rekordmeister in der Bundesliga gerade Platz zwei zurückerobert. Und die Laune stieg weiter, als einige Spieler der Münchner auf den kommenden Mittwoch zu sprechen kamen. Denn dann steigt das Duell: Manuel Neuer, Jérôme Boateng, Holger Badstuber, Thomas Müller, Toni Kroos und Mario Gomez gegen Franck Ribéry. Oder auch: Deutschland gegen Frankreich.

Es ist offiziell nur ein Freundschaftsspiel auf dem Weg zur Europameisterschaft in Polen und der Ukraine - allerdings ein besonderes. Aus Teamkollegen werden zumindest für 90 Minuten Kontrahenten, ehe man am kommenden Wochenende wieder Seite an Seite in der Bundesliga gegen Leverkusen um Punkte kämpft. „Wir haben schon ein paar Späße gemacht“, verriet Ribéry vor dem prestigeträchtigen Aufeinandertreffen (20.45 Uhr) im Bremer Weserstadion.

Ribéry scherzt mit Doktor Müller-Wohlfahrt

So kündigte Spaßvogel Ribéry beispielsweise gegenüber FCB- und DFB-Teamarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt an: „Wenn ich ein Tor mache, renne ich zu dir.“ Im Bayern-Trikot wäre dies nicht ungewöhnliches, im Dress der Equipe Tricolore aber durchaus. Doch die bayerischen deutschen Nationalspieler hoffen, dass Ribéry sein Pulver am vergangenen Wochenende bereits verschossen hat und erst am Samstag in Leverkusen wieder groß aufspielt.

„Wir wissen alle, dass Franck ein sehr guter Fußballer ist“, sagte der für die EM gesetzte Nationaltorhüter Neuer. Philipp Lahm, der wegen einer Schleimbeutelentzündung im rechten Knie geschont wird, erklärte: „Solange wir gewinnen, sehe ich kein Problem, wenn Franck ein Tor gegen uns macht. Vielleicht nimmt er dann den Schwung mit nach Leverkusen.“

Ohne Lahm und Schweinsteiger

Der Respekt im Lager der Deutschen vor Ribéry und den Franzosen, die bei der WM in Südafrika in der Vorrunde ausgeschieden waren, aber nun seit 17 Spielen ohne Niederlage sind, ist nicht zu überhören. „Sie haben eine unglaublich stabile Defensive und hervorragende Spieler in der Offensive, die zur Weltklasse gehören“, analysierte Bundestrainer Joachim Löw. Ribéry beherrsche „das Eins-gegen-eins in Perfektion“, sagte Löw, „er war bei den Bayern in den letzten Jahren der Schlüsselspieler.“

Fast 25 Jahre ist es her, dass Deutschland die Franzosen besiegen konnte. Diese unendlich lange Serie soll am Mittwochabend ein Ende finden - auch ohne die beiden verletzen Kapitäne Lahm und Bastian Schweinsteiger sowie die Leistungsträger Lukas Podolski oder Per Mertesacker. Löw stellte allerdings klar: „Dieses Spiel wird uns nicht beflügeln oder das Selbstbewusstsein rauben. Es ist nur ein Test.“

Frankreich im Matrosen-Look

Ein Test, in dem die deutsche Nationalelf erstmals seit Jahren wieder in grünen Trikots auflaufen wird, die der Sportartikelhersteller adidas als Auswärtspendant zum klassischen weißen Heimtrikot hergestellt hat. Frankreich erscheint im neuen Matrosen-Look (weiße Shirts mit dünnen blauen Streifen). Ribéry hofft dennoch, dass sein Team nicht untergeht. Sonst droht ihm in der Kabine vor dem Leverkusen-Spiel die Häme seiner FCB-Kollegen.

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